Was ist eigentlich Meditieren?

Ich werde noch immer gefragt, was eigentlich Meditieren sei. Wissenschaftlich gesehen ist das Meditieren eine Technik, die auf Entspannung und Klarheit des Geistes abzielt. Es ist eine Form der geistigen Übung, bei der man sich auf seine Atmung, einen bestimmten Gedanken oder ein Mantra konzentriert, um den Geist zu beruhigen und zu klären. Die Praxis kann dazu beitragen, Stress abzubauen und den Geist zu stärken. Es gibt viele verschiedene Arten des Meditierens, aber im Allgemeinen geht es darum, im Hier und Jetzt zu sein und sich voll und ganz auf den Augenblick zu konzentrieren. Dies mag für etwa 80 % alles Meditationen stimmen – die ganze Sache ist viel umfassender. Daher will ich hier mal eine Übersicht über die das Meditieren erstellen.

Die Kunst des Meditierens: Eine Einführung

Meditation ist eine alte spirituelle Praktik, um mehr psychisches und körperliches Wohlbefinden zu erlangen, die weitgehend auf der Idee der Achtsamkeit basiert. Das Ziel der Meditation ist es, die geistigen und körperlichen Anforderungen des täglichen Lebens durch Atemübungen, Affirmationen, Bewegungen und Visualisierungen bewusst wahrzunehmen.

Regelmässiges Meditieren kann helfen, die psychische und emotionale Gesundheit zu verbessern, Stress abzubauen, Kreativität und Gedankenklarheit zu stimulieren und ein tieferes spirituelles Verständnis zu erlangen.

Die verschiedenen Arten zu meditieren

Meditation ist eine Technik, die seit Jahrtausenden in verschiedenen Kulturen und Traditionen praktiziert wird. Sie kann auf viele verschiedene Arten ausgeführt werden und hat unterschiedliche Ziele, je nachdem, welche Art von Meditation praktiziert wird.

Einige Arten des Meditierens konzentrieren sich darauf, die Gedanken zu beruhigen und die Aufmerksamkeit zu fokussieren, während andere darauf abzielen, tiefere spirituelle Erkenntnisse zu erlangen. Einige der bekanntesten klassische Stile des Meditierens sind zum Beispiel:

  • Metta-Meditation: Diese Art der Meditation fokussiert sich darauf, Güte und Mitgefühl gegenüber sich selbst und anderen zu entwickeln.
  • Vipassana-Meditation: Diese Technik zielt darauf ab, die Gedanken und Emotionen zu beobachten, ohne sich von ihnen beeinflussen zu lassen.
  • Zazen: Dies ist eine traditionelle Art der Meditation im Zen-Buddhismus, die sich auf die Einfachheit und Stille konzentriert.
  • Transzendentale Meditation: TM ist eine Technik, bei der man einen individuellen Mantra-Laut wiederholt, um sich zu entspannen und den Geist zu beruhigen.
  • Nei Gong: Nei Gong ist eine Übungspraxis aus der traditionellen chinesischen Medizin und dem Taoismus, die darauf abzielt, die Gesundheit und das Wohlbefinden durch die Harmonisierung von Körper, Geist und Seele zu fördern. Nei Gong umfasst verschiedene Übungen wie Atemübungen, Bewegungen, Körperhaltungen und Meditation, die dazu beitragen, die Energie im Körper zu regulieren und zu balancieren.
  • Neidan: Neidan ist eine Praktik innerhalb des Taoismus, die auf die Entwicklung des inneren Qi (Lebensenergie) und die Erreichung von Bewusstsein und spiritueller Reife abzielt. Die Übungen von Neidan umfassen oft Atemübungen, Meditation, Körperhaltungen und visuelle Vorstellungen, die dazu beitragen, das Qi im Körper zu harmonisieren und zu kultivieren. Neidan ist eine fortgeschrittene Praxis: Die Ziele von Neidan sind individuell und können von der Erreichung von Gesundheit und längerem Leben bis hin zur Erleuchtung reichen.

Moderne Methoden des Meditierens

Ja, es gibt noch viele weitere Meditationstechniken, die in unterschiedlichen Kulturen und Traditionen praktiziert werden, wobei viele davon auch heute wieder aufgegriffen wurden und in verschiedenen Formen praktiziert werden.

  • Chakra-Meditation: Diese Technik konzentriert sich auf die Energiezentren (Chakren) im Körper und nutzt Visualisierungen, um sie zu öffnen und zu harmonisieren.
  • Kundalini-Meditation: Diese Technik nutzt spezielle Atem- und Bewegungstechniken, um die Kundalini-Energie im Körper zu erwecken und zu kultivieren.
  • Progressive Muskelentspannung: Bei der progressiven Muskelentspannung koppelst Du Deinem Atem mit der aktiven Anspannung und Lösung von Muskeln.
  • Japa-Meditation: Diese Technik besteht darin, einen Mantra-Laut wiederholt zu sprechen oder zu summen, um den Geist zu beruhigen und sich auf ein höheres Bewusstsein einzustimmen.
  • Yoga Nidra: eine tiefe Entspannungstechnik, die im Yoga verwendet wird
  • Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR): MBRS kombiniert verschiedene Meditationstechniken kombiniert, um Stress abzubauen und die körperliche und emotionale Gesundheit zu verbessern.
  • 6-Phase-Meditation: Diese von Vishen Lakhiani zusammengestellte Praxis umfasst Elemente diverser klassischer Varianten des Meditierens.

Ich werde die Listen fortlaufend ergänzen, wenn mir wieder etwas über den Weg läuft ;-)

Die Vorteile des Meditierens

Regelmässiges Meditieren kann Dir viele Vorteile bringen, einschliesslich:

  • Stressreduktion
  • Schmerzlinderung
  • Verbesserung der kognitiven Funktion
  • Verbesserung der Stimmung und des Wohlbefindens
  • Verringerung der Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Verringerung des Blutdrucks
  • Stärkung des Immunsystems

Auf die Vorteile der verschiedenen Arten des Meditierens, bin ich bereits in den entsprechenden Artikeln zu sprechen gekommen.

Die besten Tipps für Anfänger

Die Auswahl der Methoden ist also riesig. Dennoch will ich ein paar allgemein gültige Tipps abgeben.

  1. Finde, die für Dich passende Technik des Meditierens.
  2. Atme vorwiegend durch die Nase ein. Nasenatmung ist immens wichtig für Deine Gesundheit. Bei manchen Meditationstechniken wird jedoch auch teilweise durch den Mund ausgeatmet.
  3. Achte darauf, dass Du gleichmässig und tief atmest – es sei denn, es wird anders angewiesen.
  4. Achte auf Ihre Körperhaltung: Eine verkrampfte Körperhaltung kann Dich daran hindern, Deinen Fokus beizubehalten und eine tiefe Meditation zu erreichen. Stelle sicher, dass Du Dich in einer bequemen Position befindest, ohne zu viel Anspannung in Ihrem Körper.
  5. Mache das Meditieren zu einer Routine: Wenn Du versuchst, Deine Meditation zu verbessern, ist es wichtig, eine regelmässige Meditationsroutine zu entwickeln. Versuche, an denselben Tagen und zur selben Uhrzeit zu meditieren, um Deinen Geist auf Deine Meditationspraxis vorzubereiten.

Warum Meditieren so beliebt ist

Die Menschen waren schon immer auf der Suche nach Möglichkeiten, um ihre mentale und emotionale Gesundheit zu verbessern. Meditation wird als wirksame Methode zur Stressbewältigung und Entspannung betrachtet, was von der Wissenschaft in den letzten Jahren tausendfach verifiziert wurde. Die wachsende Zahl von Studien, die die positiven Auswirkungen von Meditation auf die Gesundheit aufzeigen, tragen dazu bei, dass immer mehr Menschen sich für diese Praxis interessieren.

Es sind auch viele neue Methoden des Meditierens entstanden, die nicht zuletzt durch Autoren wie Jose Silva oder Neville Goddard bekannt gemacht wurden. Durch Leute wie Wim Hof (Iceman) oder Dr. Joe Dispenza wird das Meditieren wieder zu einem Trend, der immer neue Anhänger findet. Auch wenn viele der traditionellen und modernen Techniken kostenlos auf YouTube zu lernen sind, ist es immer ratsam ist, sich von einem erfahrenen Lehrer beraten zu lassen.

Die 10 beliebtesten Meditationen

Es ist schwierig, genau zu sagen, welche die 10 beliebtesten Meditationen sind, da die Beliebtheit von Meditationen immer sehr subjektiv ist und von Person zu Person unterschiedlich ist. Einige der beliebtesten Arten von Meditationen, die viele Menschen ausprobieren, sind jedoch:

  1. Metta-Meditationen (Liebe und Güte)
  2. Anapana-Meditationen (Aufmerksamkeit auf den Atem)
  3. Chakra-Meditationen (Energiezentren im Körper)
  4. Kundalini-Meditationen (Energie im Rückenmark)
  5. Qi Gong und Tai-Chi (Bewegungsmeditation)
  6. Yoga-Meditationen
  7. Mindfulness / Achtsamkeit
  8. Selbsthypnose (z. B. 6-Phase-Meditation)
  9. Atem-Techniken (z. B. Wim Hof Methode)
  10. Meditationen von Dr. Joe Dispenza

Die Reihenfolge widerspiegelt keine Rangliste, sondern ist rein willkürlich und nach meinem Gefühl. Die Anteile können auch von Land zu Land oder Kontinent zu Kontinent variieren.

Die häufigsten Mythen über das Meditieren

Hier will ich die 10 häufigsten Mythen über Meditation auflisten, die Dich davon abhalten können, zu meditieren. Meditation ist ein seit Jahrtausenden bewährtes Werkzeug, das Menschen auf der ganzen Welt nutzen, um Stress abzubauen, ihre Konzentration und Kreativität zu steigern und sich in ihrer inneren Ruhe wiederzufinden. Doch obwohl es ein unschätzbares Instrument ist, das den Menschen in vielerlei Hinsicht helfen kann, gibt es noch immer viele Missverständnisse über das Meditieren, die es manchen Leuten erschwert, die positiven Auswirkungen zu spüren.

  • Meditieren ist nur für spirituelle Menschen.
  • Man muss eine bestimmte religiöse Überzeugung haben, um meditieren zu können.
  • Meditieren ist nur etwas für die Ruhe und Entspannung.
  • Man muss ein bestimmtes Ziel oder Ergebnis erreichen, um von Meditation zu profitieren.
  • Meditation ist langweilig.
  • Man muss in einer bestimmten Haltung meditieren, um effektiv zu sein.
  • Man muss sich von der Aussenwelt abschotten, um meditieren zu können.
  • Man muss ein Meister sein, um Meditation zu praktizieren.
  • Meditation kann man nur alleine und in Stille.
  • Meditieren ist nur etwas für bestimmte Menschen oder Persönlichkeitstypen.

Diese Mythen sind jedoch allesamt falsch. Tatsächlich kann jeder Mensch meditieren, es ist keine besondere Begabung erforderlich.

Willst Du meditieren lernen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zu meditieren und es ist wichtig, die Technik zu finden, die Dir gefällt und guttut. Einige Menschen bevorzugen es, in einer stillen Umgebung zu meditieren, während andere Musik oder Geräusche aus der Natur bevorzugen. Manche mögen das stille Meditieren und manche mehr die Bewegung. Für den Einstieg kannst Du folgende einfache Übung praktizieren:

  1. Finde einen bequemen Ort, an dem Du Dich setzen oder liegen kannst. Stelle sicher, dass Du ungestört bist und ausreichend Zeit hast.
  2. Konzentriere Dich auf Deinen Atem. Atme ein paar Mal tief ein und aus, und versuche, Dich auf das Gefühl des Ein- und Ausatmens zu konzentrieren.
  3. Lege Deine Hände auf Deine Oberschenkel oder auf Deinen Bauch, wenn Du sitzt, oder lege sie neben Deinem Körper, wenn Du liegst.
  4. Schliesse die Augen, wenn du möchtest, oder lass sie leicht geöffnet.
  5. Konzentriere Dich auf Deinen Atem und versuche, alle anderen Gedanken auszublenden. Wenn Du abgelenkt wirst, kehre einfach wieder zu Deinem Atem zurück.
  6. Versuche, ein paar Minuten lang stillzusitzen oder zu liegen und Dich auf Deinen Atem zu konzentrieren. Du kannst auch eine bestimmte Anzahl von Atemzügen oder eine bestimmte Zeitdauer als Ziel setzen, wenn das hilfreich ist.

Wichtig ist nur, dass Du Dir das Meditieren zur Gewohnheit machst. Ein paar Minuten pro Tag können in Deinem Leben bereits einen grossen Unterschied machen.

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Termine und Anmeldung

Ich freue mich, Dich kennenzulernen!

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