Joe Dispenza Meditation

 In Meditation

Die Joe Dispenza Meditation getestet – Wie tagtägliche Meditation Dein Leben verändern kann 

In einer Welt, die sich die ganze Zeit verändert, fällt es immer mehr Menschen schwer zur Ruhe zu kommen. Wir können uns auch kaum noch auf etwas konzentrieren und lassen und ablenken und sind gestresst. Dies spiegelt sich im privatem und beruflichem Leben wider. Sie werden leistungsschwächer und können sich im Allgemeinen schwieriger auf eine Aufgabe konzentrieren. Diese Erscheinungen sind aufgrund der grossen Informationsflut im 21. Jahrhundert kein purer Zufall. Dennoch bedeutet dies nicht automatisch, dass wir nichts dagegen unternehmen können. Unsere Gehirnareale sind veränderbar und lassen sich gezielt durch bestimmte Übungen und Techniken sogar vergrössern oder verkleinern. Zu einem der effektivsten Methoden gehört die Meditation. Obschon ich schon vor über 10 Jahren die Meditation gefunden habe, die für mich passt, bin ich immer offen für anderes und habe daher diverse Techniken von Dr. Joe Dispenza ausprobiert – Ich werde die Theorien, Thesen und Belege, sowie die Meditationstechniken von Dr. Joe Dispenza in diesem Artikel grob erklären und mit anderen Meditationstechniken, wie z.B. der Wim Hof Atemtechnik vergleichen.

Wer ist Dr. Joe Dispenza?

Dr. Joe Dispenza hat an drei unterschiedlichen Universitäten in den Vereinigten Staaten von Amerika studiert. Seine Schwerpunkte bei all seinen Studiengängen lagen in der Neurobiologie, den Neurowissenschaften, der Biologie, der Biochemie, der Neurologie wie auch Gehirnfunktionen. Das macht seine Meditation besonders interessant, da sie auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht. Promoviert hat Dr. Joe Dispenza an der Universität von Atlanta aber im Fach Chiropraktik. Mittlerweile ist der Amerikaner ein erfolgreicher Autor und hat auch dutzende Aufsätze über die Beziehung von Chemie und dem Gehirn verfasst. Hierbei werden auch Bereiche der Neurobiologie und Biologie abgedeckt in Bezug auf die menschliche Gesundheit. Für Joe Dispenza steht fest, dass es einen engen Zusammenhang zwischen der Psyche, der körperlichen Gesundheit und dem allgemeinen Wohlbefinden gibt. Joe Dispenza kann wissenschaftliche Konzepte auf eine interessante und anschauliche Art und Weise vermitteln.

Dr. Joe Dispenza’s Bücher

Über die Jahre hat Dr. Joe Dispenza auch viele erfolgreiche Hörbücher wie zum Beispiel “Du bist Placebo” veröffentlicht, in welchen er darauf eingeht, wie man mithilfe der Meditation die eigenen Glaubenssätze und somit auch das eigene Verhalten steuern und zum Positiven verändern kann. Er sagt und untermauert diese Aussage mit Erkenntnissen aus der Quantenphysik, es sei jedem möglich, seine eigene Wirklichkeit zu erschaffen. In seinem Hörbuch “Ein neues Ich” gibt er seinen Zuhörern eine Anleitung, wie sie ihre Persönlichkeit innerhalb von 4 Wochen transformieren können.
Selbstverständlich reicht es nicht aus alleine die Hörbücher von Dr. Joe Dispenza anzuhören. Man muss das vermittelte Wissen auch verinnerlichen und im nächsten Schritt in die Praxis umsetzen. Zu einem der erfolgreichsten Hörbücher gehört “Die Morgen- und Abendmeditation”. In diesem Hörbuch erklärt Joe Dispenza, wie man Schritt für Schritt sein wünschenswertes, zukünftiges “Ich” kreieren kann. Hinderliche Glaubensansätze werden dabei durch tagtägliche Meditation durch förderliche Glaubensansätze ersetzt. 

Einige Theorien von Joe Dispenza

Unerwünschte Verhaltensmuster sind neuronal Vernetzt

Die Techniken von Joe Dispenza sind relativ einfach und beruhen auf nachvollziehbaren theoretischen Ansätzen. Damit Du verstehst, warum und wie man die diversen Meditationstechniken macht, musst Du erst die theoretischen Grundsätze verstehen. Um dieses Verständnis bei seinen Schülern zu stärken, beginnt Dr. Joe die geführten Meditationen immer mit einer Einleitung, die meist rund 10 Minuten dauert.
Darin geht er beispielsweise darauf ein, warum Menschen funktionieren, wie sie funktionieren oder er erklärt, warum der momentane “Seinszustand” von der Vergangenheit bzw. von Erfahrungen, die man in der Vergangenheit gemacht hat, geprägt ist. Er definiert Gedanken als die Sprache des Gehirns und Emotionen als Sprache des Körpers. Selbstverständlich sind Gedanken und Emotionen eng miteinander verbunden und können sich gegenseitig beeinflussen. Manchmal geht er auf die Spiegelneuronen ein, welche unser Wesen von Kind auf geprägt haben, da diese die Verhaltensweisen von unseren Mitmenschen kopieren, was dazu führt, dass wir Verhaltensmuster ohne Analyse übernehmen und diese selbst auf die Strukturierung unseres Gehirns prägen. Diese Verhaltensweisen werden zu Gewohnheiten, und die neuronalen Vernetzungen führen dazu, dass wir mit zunehmend Alter mehr und mehr Routinen völlig unbewusst ausführen. So bestimmen diese “Programme” zunehmend über unseren Alltag – Einfach ausgedrückt: Unser physischer Körper wird zum Boss!

Wir haben Tag für Tag dieselben Gedanken

Im weiteren Verlauf geht er darauf an wie die Menschen sich in ihrer eigenen Persönlichkeit bestätigen, indem sie nach dem Aufstehen jeden Morgen erstmal an negative Dinge denken, die sie herunterziehen oder sich selbst emotional fertig machen. Auch auf neurologischer Ebene denken die Menschen in diesem Zustand in der Vergangenheit, was dazu führt, dass sie emotional nur innerhalb der Begrenzungen dieser Vergangenheit fühlen können. Dies hat nach Joe Dispenza zur Folge, dass Menschen in bestimmten Gewohnheitsmustern gefangen bleiben und die gleichen Gedanken denken, die gleichen Emotionen fühlen und auch den gleichen Handlungen nachgehen. Grund hierfür ist nach Joe, dass der Mensch dadurch die alten vertrauten Emotionen hervorrufen möchte, welches er als eigene Selbst definiert. Dies kann sogar so weit gehen, dass wir bereits vor dem Aufstehen gezielt nach stressvollen Gedanken suchen: “Was stresst mich heute?” und wir uns die schlimmstmögliche Version des Tagesablaufs vorstellen – da wir die Stresshormone brauchen, um überhaupt noch aus dem Bett zu kommen.

Die Zutat, die man nach Joe Dispenza benötigt, um aus diesem Teufelskreis auszubrechen und vom alten Selbst zum neuen Selbst zu gelangen, nennt man Bewusstsein (Mindfulness). Bewusstsein definiert Joe Dispenza als Aufmerksamkeit, die wir auf etwas richten können. Je bewusster wir im Alltag sind, desto weniger werden wir im alltäglichen Leben auch unbewusst handeln.

Allgemeine Anweisungen zur Meditation von Dr. Joe Dispenza

Die Tür zum unbewussten Verstand öffnet sich nach Joes Aussagen Morgens. Der optimale Zeitpunkt für die Meditation sei zwischen 4:00 und 7:00 morgens direkt nach dem Aufstehen. Hierfür muss man wissen, dass sich die Chemie im Gehirn mit den ersten Sonnenstrahlen oder auch künstlichem Licht von Melatonin zu Serotonin verändert. Dies hat auch zur Folge, dass sich die Gehirnwellen verändern. Aus Alpha-Wellen werden Beta-Wellen. Die Frequenz des Gehirns steigt – wenn wir uns stressen, dass steigt die Gehirnwellen in den High-Beta-Bereich. Da wir in der Meditation aber im Alpha-Bereich bleiben wollen, so passt die Chemie früh morgens am besten.

Joe Dispenza geht hierbei auch darauf ein, dass es wichtig ist, dass man über eine zukünftige Realität nachdenkt, die man gerne selbst erfahren würde. Dies muss nicht zwingend eine Veränderung im Aussen sein. Joe bezeichnet diese Veränderung viel mehr als eine Veränderung in einem selbst, die man gerne annehmen würde. Der Frontallappen des Gehirns wird aktiviert, wenn wir über ein zukünftiges Ereignis nachdenken bzw. eine Sache, die wir in der Zukunft gerne verändern möchten. Joe Dispenza bezeichnet diesen Prozess auch als Krönung des menschlichen Seins. Ein sehr gutes Werkzeug hierfür sind auch “was wäre-wenn” Fragen. Durch die Aktivierung des Frontallappen, wird nach gewisser Zeit eine “Vision vor dem inneren Auge” entstehen, was man auch als Absicht bezeichnet. Das Gehirn wird so von einer Ansammlung von Aufzeichnung der Vergangenheit zu einer Landkarte für die Zukunft.

Der Trick dahinter ist, dass der Körper durch die Visualisierung beginnt zu glauben, bereits in der zukünftigen Realität zu leben. Somit passt er auch die Chemie der “neuen” Gegebenheiten an. Dies bezeichnet man auch als Placeboeffekt. Auf diese Weise befindet man sich nach den Angaben von Joe Dispenza in einem neuen Seins-Zustand. Sobald man sich in diesem Zustand befindet, kann man sich darüber Gedanken machen, welche Entscheidungen man in diesem Zustand treffen würde und wie die eigenen Verhaltensweisen aussehen würden, welche Erfahrungen man an so einem Tag zu erwarten hätte und wie sich diese Erfahrungen anfühlen würden Je öfter man die Meditation durchführt, desto öfter ist man auf täglicher Ebene auch in der Lage diesen neuen Geisteszustand zu produzieren und somit auch die entsprechende Körperchemie. Dies führt dazu, dass man geistlich nicht mehr in der Vergangenheit hängen bleiben kann, sondern kreativ in die Zukunft blicken kann. 

Bei den Meditationen von Joe Dispenza handelt es sich immer um geführte Meditation. Diese sind auch vollkommen angebracht, um in den gewünschten Seins-Zustand zu kommen. Vorerfahrungen sind für die Joe Dispenza Meditationen nicht notwendig, denn die erste Meditation an seinen Seminaren ist die Vorbereitung, die man benötigt, um sich dann Stück für Stück der Hauptübung zuzuwenden. Wenn man offen für Veränderung ist und keine Angst vor dem Unbekannten hat, dann kann bei der Meditation im Grunde genommen nichts schiefgehen.

Die Joe Dispenza Meditation

Ich werde hier nur kurz anschneiden, worum es in den Meditationen geht, aber keine präzisen Anleitungen geben. Falls Du denkst, dass die Meditationen zu Dir passen und Du Sie lernen möchtest, dann melde Dich auf der Webseite von Joe Dispenza an eines seiner Seminare an. Es ist kaum möglich und wenig sinnvoll, die Techniken ausserhalb eines Workshops korrekt zu erlernen.

Vorbereitung

Dr. Joe sagt, dass jegliche Art von Ablenkung in Form von elektronischen Geräten ausgeschaltet werden sollten, um sich voll und ganz auf die Meditation konzentrieren zu können.

Erste Übung

In der vorbereitenden ersten Übung werden die Meditierenden angeleitet, sich auf diverse Körperpartien zu konzentrieren – beispielsweise auf den Raum zwischen den Ohren, oder auf die Nase. Diese Übung ist ähnlich dem Bodyscan aus dem MBSR und sollte die Achtsamkeit steigern.

Chakra-Meditation

Nachdem man den Fokus so weit getrimmt hat, dass man sich, ohne mit den Gedanken abzuschweifen, auf einzelne Körperpartien konzentrieren kann, dann startet man mit der Chakra-Meditation. Dabei konzentriert man sich auf die einzelnen Chakren, angefangen beim untersten. Man fühlt in das Chakra hinein, und achtet versucht die Schwingungen wahrzunehmen.

Aktivierung der Kundalini-Energie

Ich nenne die Übung hier einfach mal frech “Kundalini”, da Dr. Joe von der aufsteigenden Energie spricht, die entlang der Chakren nach oben steigt – welche mir aus dem Yoga als Kundalini und aus dem Nei Gong als “Kleiner kosmischer Kreislauf” bekannt ist. Es gibt diverse Schulen und Methoden, diese Energie zu aktivieren. Es gibt “sanfte” und “harte” Wege, wobei das Ziel immer das Gleiche ist. In den daoistischen Schulen wird die Energi (Qi) zwar entlang des “hinteren Kanals” nach oben gebracht, sogleich aber im “vorderen Kanal” wieder nach unten in das Dantian geleitet, welches sich 2-3 Finger breit unter dem Bauchnabel befindet. Andere Schulen bewegen die Energie nur nach oben in den Kopf, um die beiden oberen Chakren zu aktivieren. Ein bekanntes Beispiel hierzu ist die Wim Hof Methode. Ich werde aber an dieser Stelle nicht beschreiben, wie die Technik von Joe Dispenza funktioniert, da ich glaube, dass sie Gefahren birgt, wenn man sie nicht unter der Anleitung eines erfahrenen Lehrers macht.

Warum lohnt es sich überhaupt öfter zu meditieren? Wissenschaftliche Vorteile im Überblick!

Eine berechtigte Frage ist, warum man sich überhaupt die Zeit dafür nehmen sollte, um tagtäglich zu meditieren. Tatsächlich gibt es viele wissenschaftlich belegte Vorteile, die uns die Meditation bringt:

Mehr Fokus und Kreativität: Fokus und Kreativität sind Eigenschaften, die in der kommenden Berufswelt von immer grösserer Wichtigkeit werden. Auch eine Studie konnte nachweisen, dass langfristige Meditation dazu beitragen kann, dass man konzentrierter arbeiten kann und schneller auf bessere Ideen kommt. Zudem konnte in dieser Studie festgestellt werden, dass die Probanden, die öfter meditierten, weniger Probleme damit hatten, sich auf der Arbeit oder bei einer bestimmten Aufgabe ablenken zu lassen. 

Weniger Stress: Stress ist ein Problem mit dem immer mehr Menschen im 21. Jahrhundert zu kämpfen haben. Wenn sich Stress zu oxidativem Stress umwandelt, kann dies sogar zu schwerwiegenden körperlichen Problemen führen. Der Grund für Stress ist oftmals nicht die Situation alleine, sondern wie ein Individuum die jeweilige Situation wahrnimmt. Studien in der Vergangenheit konnten nachweisen, dass tagtägliche Meditation dabei helfen kann die Problemlösefähigkeit zu stärken. 20 Minuten am Tag sind hierfür vollkommen ausreichend. 

Besseres Immunsystem: Direkt aus der Reduktion des Stresses und den damit verbundenen Stresshormonen resultiert eine Regulierung des Immunsystems, denn Stresshormone wirken hemmend auf unser Immunsystem und auch die Reparaturmechanismen des Körpers.

Besserer Schlaf: Bist Du morgens beim Aufwachen bereits erschöpft oder hast das Gefühl, dass Du abends einfach nicht zur Ruhe kommst? Dann sprechen diese Symptome auch dafür, dass Du Stress hast und daher öfter meditieren solltest. In einer Studie gab es zwei Testgruppen, wobei sich die erste Gruppe auf Achtsamkeitsmeditation fokussiert hat und die zweite Gruppe darauf, wie sie ihre Schlafgewohnheiten verbessern können. Das Ergebnis war, dass die erste Gruppe der zweiten Gruppe voraus war und einen deutlich besseren Schlaf hatte. Grund hierfür war unter anderem, dass die erste Gruppe gelernt hat, ihre Emotionen und Gedanken, die sie vom erholsamen Schlaf abgehalten hatten, zu kontrollieren. 

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