Zen

Zen Meditation (Zazen)

Seitdem die Menschheit angefangen hat zu meditieren, haben sich stetig neue Strömungen entwickelt. Einer der bekanntesten und klassischen Meditationsarten ist die Zen Meditation (auch Zazen genannt). Europaweit gibt es ganze Zentren, die sich alleinig auf diese Art der Meditation fokussiert haben. Und selbst im Zen gibt es verschiedene Schulen. Doch was ist Zen Meditation überhaupt und was macht diese Art der Meditation so besonders?

Zen Buddhismus

Die Zen Meditation verstehen viele Experten auch als eine Strömung der Mahayna-Buddhismus. Im Buddhismus ist Zen schon seit tausenden von Jahren bekannt. Abgeleitet vom Sanskrit bedeutet der Begriff ,,Zen” so etwas wie ,,Meditation” oder ,,Versenkung”. Obwohl die Zen Meditation schon seit Jahrhunderten in Asien praktiziert wird, ist sie bei uns im Westen eine relativ neue Meditationsstrategie. Sinn und Zweck langfristiger Zen Meditationen ist es sein Leben in vollen Zügen zu leben.

Zen Meditation lernen

Was sich im ersten Moment so einfach anhört, ist in Wirklichkeit eine große Herausforderung für Jedermann im Alltag. Beurteilende Stimmen hindern uns oft daran im Hier und Jetzt zu leben. Wissenschaftler gehen davon aus, dass wir über 50.000 Gedanken am Tag denken. Ein Großteil von dieser Gedankenmenge beschäftigt sich mit Sorgen und Ängste, die wir haben. In den meisten Fällen beziehen sich diese Sorgen und Ängste auf unsere Zukunft oder unsere Vergangenheit. Langfristig gewinnen unsere Gedanken immer mehr Kontrolle über uns, statt anders herum. Die Zen Meditation kann dir dabei helfen diesen Gedankenstrom langfristig zu durchbrechen.

Warum Zen Meditation? Die top Gründe warum Du öfter meditieren solltest!

Vielleicht fragst Du dich noch warum Du dich unbedingt für eine Zen Meditation entscheiden solltest. Im Folgenden findest Du die top Gründe, die dafür sprechen!

Grund Nr.1 – Entspannter durch den Alltag

Dass sich jedermann nach Entspannung sehnt, ist keine neue Erkenntnis. Trotzdem schaffen es nur die Wenigsten diese Entspannung im Alltag zu bewahren. Kleinigkeiten wie eine verspätete Bahn oder eine vergessene Rechnung können ausreichen, um das Stresslevel nach oben zu treiben. Regelmässige Meditation kann dir dabei helfen entspannter durch den Alltag zu gehen. Heutzutage gibt es dutzende Studien, die nachweisen, dass Meditation das Angstzentrum in unserem Gehirn verkleinert. Auf diese Weise reagieren wird langfristig auch besser in Stresssituationen. Einzige Voraussetzung dafür ist, dass Du Deine Zen Meditation langfristig durchführst.

Grund Nr.2 – Für Anfänger geeignet

Wer Zen Meditation lernen will, muss nicht zwingend als Mönch leben. Meditation im Allgemeinen erfordert nur ein paar Minuten Zeit am Tag wie den eigenen Atem. Auch Einsteiger ohne Vorerfahrung können mit Zen beginnen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass am Anfang noch viele Gedanken herumschwirren. Davon solltest Du Dich beim Meditieren, jedoch nicht irritieren lassen.

Grund Nr.3 – Höheres Energielevel

Fühlst Du Dich manchmal kraftlos und müde? Dann solltest Du versuchen öfters zu meditieren! Zen Meditation kann Dir dabei helfen Deinen Fokus und Deine Konzentration zu stärken. Da Du Dich beim Meditieren lediglich auf Deinen Atem konzentrierst, wirst Du im Alltag auch weniger das Verlangen verspüren Dich Ablenken zu müssen. Das hat positive Auswirkungen auf Dein Energielevel. Du wirst Dich sowohl mental wie auch körperlich geladener fühlen. Diese zusätzliche Energie wird Dir auch auf der Arbeit zugutekommen.

Wie geht Zen Meditation? Zen Meditation für Anfänger

Schritt Nr.1 – Den richtigen Ort schaffen

Je mehr Ablenkung dich umgibt, desto grösser ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass Du Dich beim Meditieren ablenken wirst. Deswegen kann es hilfreich sein die richtige Umgebung zu schaffen. Sorge zunächst dafür alle Ablenkungen zu eliminieren. Dazu kann dein Handy, dein Laptop wie alle andere elektronischen Geräte gehören. Wenn Du magst, kannst Du Dir auch eine kleine „Meditationsecke“ einrichten oder ein paar Räucherstäbchen anzünden. Zudem solltest Du Dir zum Meditieren eine weiche, aber nicht synthetische Unterlage anschaffen. Falls Du gerade keine solche Matte zur Hand haben solltest, kannst Du alternativ auch ein normales aber nicht zu hohes Kissen verwenden.

Schritt Nr.2 – Die richtige Sitzposition

Beim Zazen wird im Sitzen meditiert. Viele entscheiden sich zunächst einmal für den halben Lotussitz. Wenn es dir angenehm erscheint, kannst Du bereits den ganzen Lotussitz wählen. Wichtig bei deiner Sitzposition ist, dass dein Rücken gerade und stabil ist. Du kannst dazu auch ein Meditationskissen verwenden, um das Gesäss gegenüber den Beinen ein wenig zu erhöhen. Du solltest während der Meditation nicht das Gefühl bekommen mit dem Rücken einzuknicken. Für den halben Lotussitz musst Du lediglich deinen linken Fuss auf deinen rechten Oberschenkel legen oder umgekehrt. Wenn Du diese Position nicht lange halten kannst, dann versuche doch einfach im Schneidersitz zu meditieren. Wenn Du zudem ein paar Stretch-Übungen („Hüftöffner“) aus dem Yoga machst, dann wirst Du auch bald im halben Lotus sitzen können.

Schritt Nr.3 – Die richtige Position für deinen Kopf

Die Position von deinem Kopf spielt eine zentrale Rolle bei der Zen Meditation. Wichtig ist, dass Du eine angenehme und natürliche Haltung einnimmst, sodass Du Deinen Kopf während der Meditation nicht noch zusätzlich belasten musst. Oft hilft es das Kinn leicht heranzuziehen und die Wirbelsäule mit dem Hals auf eine gemeinsame Linie zu bringen. Probier einfach aus, welche Position für dich persönlich am angenehmsten ist. Vor dem Zazen ist es hilfreich alle Verspannungen wahrzunehmen und auf physischer Ebene zu lösen. Falls dein Kiefer oder andere Gebiete deines Kopfes verspannt sind, kannst Du diese Verspannungen mit einer leichten Massage lösen.

Schritt Nr.4 – geschlossene oder geöffnete Augen?

Bei der Zen Meditation gibt es keine allgemeine Regel, ob man die Augen geschlossen oder geöffnet halten sollte: Im Soto Zen sitzt man zur Wand gerichtet und hält die Augen leicht geöffnet, im Daishin Zen hingegen gibt es Übungen, bei denen man die Augen explizit offen halten soll. Für viele Menschen ist es angenehmer die Augen geschlossen zu halten, da sie sich so besser auf die Atmung fokussieren können. Andere wiederum haben mit ihrer Konzentration im allgemeinen Probleme. In diesem Fall kann es hilfreich sein die Augen zu öffnen und sich auf einen bestimmten Punkt im Raum zu konzentrieren. Somit verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass man wieder in Gedanken versinken wird. Ich persönlich bevorzuge die Augen geschlossen zu halten.

Schritt Nr.5 – konzentriere dich auf deinen Atem

Nun kannst Du damit beginnen Dich auf Deinen Atem zu fokussieren. Beginne damit aufmerksam durch die Nase einzuatmen und wieder auszuatmen. Versuche hierbei in einen regelmässigen Rhythmus zu kommen. Je stärker Du Dich auf Deinen Atem konzentrieren kannst, desto weniger besteht die Gefahr, dass Du Dich von anderen Gedanken ablenken lässt.

Schritt Nr.6 – orientiere dich an deinem Energiefluss

Es ist nichts Aussergewöhnliches, dass zu Beginn noch Gedanken während der Meditation in Deinem Geist herumschwirren. Versuche diese wie Wolken am Himmel zu betrachten und an Dir „vorbeiziehen“ zu lassen.

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