Meditation gegen Bluthochdruck

Blutdruck senken mit Meditation –
Warum Meditation gegen Bluthochdruck oftmals unterschätzt wird

Bluthochdruck (Hypertonie) begleitet immer mehr Männer und auch Frauen durch den Alltag. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat festgestellt, dass Bluthochdruck zu einem der grössten Gesundheitsprobleme unserer modernen Gesellschaft gehört, denn unbehandelt erhöht Bluthochdruck das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenversagen. Oftmals sind die Ursachen Bewegungsmangel und eine schlechte Ernährung. Ein weiterer grosser Faktor, der leider oftmals unterschätzt wird, ist Stress. Stress wirkt sich nicht nur auf unsere Psyche, sondern auch auf unseren Körper aus. Übermässiger und langfristiger Stress kann sehr schnell den Bluthochdruck begünstigen.

Psychische Ursachen der Hypertonie

Verantwortlich hierfür ist unser limbisches System. Es wird auch als der Teil unseres Gehirnes bezeichnet, der für unsere Emotionen zuständig ist. Nun durchleben wir nicht nur positive, sondern auch eine Menge negative Emotionen. Hierfür ist die Amygdala (Mandelkern) mitverantwortlich. In der Steinzeit wurde die Amygdala aktiv, wenn wir vor einer potenziellen Gefahr wie z.B. einem Säbelzahntiger standen, der uns leicht das Leben hätte nehmen können. Die Stressreaktion (Angriff oder Flucht) hatte einen praktischen Nutzen, der unser Überleben sicherte. So haben diese fortlaufenden „empirischen Erfahrungen“ dazu geführt, dass sich die Amygdala stetig vergrösserte.

Heute ist die Amygdala immer noch aktiv. Der grosse Unterschied ist, dass wir nicht mehr tagtäglich mit Raubtieren konfrontiert sind, die uns das Leben nehmen könnten. Obwohl sich unsere Lebensumstände drastisch verändert haben, durchleben wir, durch unser „hoch entwickeltes“ Angstzentrum im Gehirn, die gleichen emotionalen und körperlichen Reaktionen. Wenn unsere Amygdala aktiv wird, werden Stresshormone ausgeschüttet. Nicht die Stresshormone alleine sind für Bluthochdruck verantwortlich, aber sie können ihn über verschiedene Wirkungsmechanismen begünstigen.

Genau hier kann Meditation gegen Bluthochdruck zum Einsatz kommen. Teilweise schlagen sich Menschen mit Bluthochdruck im Alltag mit vielen Gedanken durch. Ein beachtlicher Anteil dieser Gedanken besteht aus Sorgen und Ängsten. Kleinigkeiten wie eine verspätete Bahn oder der morgendliche Stau können ausreichen, damit der eigene Geist und Körper diesen „unerträglichen Stress“ erleiden. Viele Betroffene sind sich nicht einmal bewusst auf welche Art und Weise sie ihre Gedanken und Emotionen kontrollieren könnten, da bei einer 30-jährigen Person Tag für Tag ca. 95 % der Gedankengänge dieselben wie am Tag zuvor sind und daher komplett unbewusst ablaufen.

Die Meditation gegen Bluthochdruck

Ich habe schon zahlreiche E-Mails erhalten mit der Frage, welche Meditationstechnik sich gegen Hypertonie eigne, kommt hier nun meine Empfehlung:

Die Meditationstechnik kommt aus China und gehört zu den Shui Gong – Übungen, also zu den «schlafenden»/liegenden Übungen und sind ein Bestandteil vom Longmen Pai Qi Gong. Es handelt sich hierbei um die 2. von den 9 Übungen der „Meditation im Liegen“:

Lege dich auf den Rücken und den Kopf auf ein Kissen.

Lege deine Hände an die Seiten, die Handflächen nach unten.

Entspanne deine Beine, Füsse schulterbreit auseinander und zeigen nach aussen.

Schaue für einen Moment nach oben in die Ferne und bewege anschliessend den Fokus zwischen deine Augenbrauen und schliesse deine Augen.

Mit geschlossenen Augen schaue dann auf die Spitze deiner Nase, danach nach unten durch Rumpf, durch die Beine bis in die Mitte der Fusssohlen (Yongquan-Punkte).

Atme tief, langsam und sanft ein und aus. Wenn du einatmest, stelle dir vor, wie reines Chi (Energie) von der Unterseite deiner Füsse in deinen Körper kommt, durch deine inneren Beine bis zu deinem Unterleib strömt. 

Atme langsam aus und drücke das Chi wieder nach unten durch die Fusssohlen zurück in die Umwelt.

Wiederhole das 24 mal und beginne dann, natürlich zu atmen.

Diese Übung kann dazu führen, dass du Kribbeln, Kälte oder Fülle in deinen Beinen spürst.

Quelle, z.B.: https://harmonyhealth.wordpress.com/2008/01/04/qi-gong-while-you-sleep/ oder das Buch von Nei Gong Buch von Wang Liping. (https://www.amazon.de/Ling-Bao-Tong-Neng-Gong/dp/1470174545)

Meditation und Blutdruckwerte

Meditation kann helfen neues Körperbewusstsein zu schaffen. „Bluthochdruck senken mit Meditation“ wird von verschiedenen Gesundheitsorganisationen seit einigen Jahren untersucht. So hat zum Beispiel die American Heart Association (AHA) nach über 40 Jahren Forschung herausgefunden, dass Meditation eine nachhaltige Wirkung auf den Körper haben kann. Betroffene Personen, die anfangen zu meditieren, bauen nach der Zeit nicht nur ein mentales Bewusstsein auf, sondern fühlen sich auch auf körperlicher Ebene leistungsfähiger. Wenn Du Deine sportliche Leistung verbessern willst, dann empfehle ich Dir übrigens die Atemtechnik von Wim Hof.

Bereits einfache Atemübungen im Alltag zeigen, wie einfach sich der eigene Stress durch das bewusste Ein- und Ausatmen verringern kann. Die mentale Komponente der Mediation verstärkt jedoch die Wirkung. Fälschlicherweise wird oft angenommen, es gehe in der Meditation darum, die negativen Gedanken gänzlich zu verbannen. So ein Versuch wäre zumindest am Anfang auch sprichwörtlich zum Scheitern verurteilt. Das Ziel ist es die eigenen Gedankengänge bewusst wahrzunehmen. Bereits durch das bewusste Wahrnehmen der Gedanken kann man ihnen „die Macht nehmen“. Im Alltag gewinnt man durch langfristige Mediation immer mehr Kontrolle über seine Gedanken und Gefühle.

Besonders effektiv bei hohem Blutdruck soll auch die transzendale Meditation sein. Im Fokus der transzendalen Meditation steht ein Mantra. Das Mantra an sich spielt erstmal keine Rolle. Bei der Mediation widmet man sich durch aktives Ein- und Ausatmen diesem Mantra zu. Es soll nachhaltig die Konzentration gestärkt werden. Folglich wird man im Alltag auch weniger von negativen Gedanken abgelenkt.

Fazit: Bluthochdruck senken mit Mediation ist keine neue Erfindung. In der jungen Forschung zur Mediation hat man die positiven physischen Wirkungen genauer untersucht. Erstaunlich ist, dass sich durch langfristige Mediation nicht nur das eigene Stresslevel, sondern auch die sozialen Beziehungen verbessern. Probleme zwischen Freunden, Familienmitgliedern oder mit dem eigenen Partner lassen sich auf einem effektiveren Weg lösen.

Meditation ersetzt aber keine medikamentöse Behandlung: Falls der Blutdruck durch das Meditieren nachhaltig verbessert wird, kann ggf. der Arzt die Dosierung der Blutdruckmedikamente anpassen.

Durch Atemübung Blutdruck senken

Diese hochwirksame 3 Minuten Übung gegen Bluthochdruck kannst Du als kurze Atemübung zwischendurch machen.

  • Hierfür musst Du Dich zunächst auf einen beliebigen Punkt fokussieren. Ich empfehle hier den Blick zu einem Punkt am Horizont.
  • Danach beginnst Du damit aktiv durch die Nase einzuatmen und Deinen Atem für mindestens 4 Sekunden anzuhalten und dann wieder auszuatmen.
  • Diesen Vorgang wiederholst Du nun für 3 Minuten.
  • Dein Blutdruck wird sich nicht über Nacht und für alle Ewigkeit, durch eine einzige Mediation, senken. Durch Konstanz kannst Du aber positive Wirkungen auf körperlicher und mentaler Ebene erreichen.

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smiley 163510 1280 150x150 - Meditation gegen BluthochdruckKreis als Ensō, ein Symbol, dass eine der geläufigsten Zeichnungen in der japanischen Kalligraphie ist. Es symbolisiert Erleuchtung, Stärke, Eleganz, das Universum und die Leere, kann aber auch die japanische Ästhetik an sich symbolisieren. Als „Ausdruck des Moments“ wird Ensō oft als eine Form der expressionistischen Kunst aufgefasst. In der Philosophie des Zen-Buddhismus stellt das Malen des Ensō einen Moment dar, in dem das Bewusstsein frei ist und Körper und Geist nicht in ihrem Schaffensprozess eingeschränkt werden.