Kampfkunst

 In Fitness

Wie alt ist die Kampfkunst?

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung – Aber eine plausible Vermutung….
Ich glaube die Kampfkünste kamen Hand in Hand mit der Entwicklung des Ackerbaus und der damit verbundenen Sesshaftigkeit: von nun an galt es Besitztümer zu verteidigen und dazu benötigte man Krieger. Damit will nicht behaupten, dass es vorher keine Auseinandersetzungen gegeben hat. Selbst organisierte Kriege setzen lediglich eine komplexe Sprache voraus, über die wir zu dem Zeitpunkt schon lange verfügten. Unsere Vorfahren waren aber zumindest körperlich anderen Zeitgenossen unterlegen und nutzte die Sprache wohl eher, um sich gegenseitig vor Gefahren zu warnen.

Die Entstehung der Waffen

Waffen kannte der Mensch auch schon vor dem Ackerbau: so benützte er das Speer um seine Beute aus Distanz zu erlegen. Die Weiterentwicklung dieser Waffe, war Pfeil und Bogen: die Distanz zur Beute konnte vergrössert und das Risiko selber verletzt zu werden verringert werden. Diese Waffen wurden also für die Jagt entwickelt. Ich bin kein Historiker und auch kein Archäologe, aber für mich logisch wäre, dass bei den eher seltenen Auseinandersetzungen genau diese Jagdwaffen zum Einsatz kamen. Die Gesamtpopulation war damals noch ziemlich gering – und wahrscheinlich war eher Kooperation als Konfrontation an der Tagesordnung. Man überlege sich nur, wie viele Menschen dazu notwendig gewesen sind, um ein einzelnes Mamut zu erlegen, zerlegen und zu verspeisen. 😉

Die Entstehung des Kriegers

Doch dann kam die Revolution: Vor etwa 10’000 Jahren gab es plötzlich aufwändig produzierte Messer, die grösser und stabiler waren, als diejenige, die man zum Zerlegen von Tieren gebraucht hätte. Ihre Form zeigt, dass sie von jemandem entwickelt wurden, der Erfahrung hatte wie man gegen andere bewaffnete Menschen Kämpft: die erste Waffe die nicht von Jägern, sondern von Kriegern erfunden wurde! Im Gegensatz zum Speer oder dem Pfeilbogen ist die Produktion eines Schwertes zeitaufwändig, erfordert Präzision und das vor allem das nötige Know-How!

Und so ist das auch mit der Verwendung: Schwertkampf ist eine aufwändig zu erlernende Fähigkeit, die der Jäger und der Farmer nicht benötigten. Dies war die Geburtsstunde der Krieger! Menschen die lernten gegen andere Menschen zu kämpfen, um ihre Besitztümer zu verteidigen. Mit der Entdeckung der Bronze kamen dann Schwert und Schild zum Einsatz, wie sie (nur wenig weiterentwickelt und aus Stahl) von einigen Armeen bis vor 100 Jahren noch verwendet wurden. Wahrscheinlich hatte ein Stamm je nach seiner Grösse nur eine Handvoll Krieger. Denn sie waren damals schon aufwändig im „Unterhalt“.

Der meist schwere Schild ist ein Hinweis darauf, dass sie gegen andere bewaffnete Krieger kämpften – „Zivilisten“ wurden vielleicht verschont, zurückgelassen oder am wahrscheinlichsten als „Rangniedrigste“ in den „Siegerstamm“ aufgenommen – Wir hätten doch sonst heute nicht die Genvielfalt die wir haben. Ich bezweifle sehr, dass dieser „Ehrencodex“ (Ethik) ein Zufallsprodukt war. Viel wahrscheinlicher ist, dass er einer Art Ur-Religion, nennen wir diese mal einfachheitshalber mal „Schamanismus“ entsprungen ist, nicht?

Die Zeit der Soldaten

Irgendwann kam dann die Zeit der Eroberungen. Könige bauten riesige Armeen auf: Einfache junge Männer wurden rekrutiert, von erfahrenen Kriegern ausgebildet, mit Waffen ausgestattet und auf das Schlachtfeld gestellt. Nicht mehr die Fertigkeiten waren wichtig, sondern die Anzahl! So entstanden die Soldaten und die Kriegerelite wurde „überflüssig“.

Die jahrtausende alte Tradition der Krieger lebte jedoch weiter: Das Wissen wurde von Vater dem Sohn oder vom Meister auserwählten Schülern weitergegeben; Techniken, Rituale, Philosophie und Medizin, die aus einer Zeit stammen, in der ein einzelner Krieger noch eine hohe Bedeutung hatte.

Kampfkunst und Gewalt

Wo sind sie heute? Unsere europäischen Kampfkünste sind fast komplett verloren gegangen. Die aus Japan, China, Russland, Korea etc. importierten Kampf- und / oder Selbstverteidigungstechniken, welche heute in der Schweiz anzutreffen sind – vernachlässigen zum Teil die Philosophie, Rituale, Medizin und Meditation eines ganzheitlichen Kampfkunst-Unterrichts – was laut folgenden Studien zur Steigerung negativer Persönlichkeitsmerkmalen führen kann:

An der Texas A&M University wurde von Dr. Michael Trulson kurz zusammengefasst Folgendes festgestellt:

Das Praktizieren traditioneller Kampfkünste kann zu einer Abnahme der Jugendkriminalität beitragen. Doch die „modernisierten“ Formen, der Kampfkünste fördern bei kriminell gefährdeten Jugendlichen eher deren Hang zur Aggressivität.
Die Untersuchungen ergaben, dass bei Kriminellen, denen sowohl die traditionelle Philosophie und Psychologie der Kampfkünste als auch deren psychische Aspekte nahe gebracht wurden, schon nach einem Jahr eine verminderte Aggressivität, eine geringere Ängstlichkeit, ein gesteigertes Selbstwertgefühl und ein ausgeprägtes Bewusstsein sozialer Werte beobachtet werden konnten.

Eine von der Zeitschrift „Human Relations“ veröffentlichte Studie zeigt, dass Jugendliche, die auch die philosophischen Aspekte der Kampfkünste kennen lernen, eindeutig geringere Tendenzen zur Kriminalität aufweisen, während das kriminelle Verhalten bei denen anwuchs, die ausschliesslich in Schlag- und Tritttechniken unterwiesen wurden.

Trends wie eine Zunahme des Bewusstseins für Gesundheit oder körperliche Leistungsfähigkeit haben viele moderne Kampfsportarten hervorgebracht. Ob diese in einem Jahrhundert noch bestehen werden bezweifle ich in dieser Stelle sehr…

Eine Kampfkunst erlernen?

Aber eine traditionelle Kampfkunst zu erlernen und zu praktizieren, heisst, sie zu leben – ganzheitlich, wie sie über Jahrhunderte von Kriegern entwickelt und von Meistern weitergegeben wurde. Dies setzt voraus, dass sie auch wirklich vollständig überliefert wurde. Warum ist das so wichtig? Da die Kampfkunst einen Vorteil gegenüber allen anderen Sportarten hatte: Die Natürliche Selektion! Techniken und Methoden, welche nicht funktionierten, oder über längere Zeit zur Beeinträchtigung der Gesundheit führten, sind zusammen mit den Praktizierenden ins Walhalla.

Daher solltest Du keine Experimente wagen, sondern eine Kampfkunst erlernen, für welche es „langzeit“-Erfahrungswerte gibt, damit Du weisst, in welche Richtung sich deine geistige und körperliche Gesundheit entwickelt wird.

Oh, ich muss hier Schluss machen, gleich kommt „Ninja Warrior Germany“ und dann gehe ich ins „BODYCOMBAT“ …

Ich selber habe über 20 Jahre Erfahrung in diversen Kampfkünsten und Kampfsportarten und kann dir mit bestem Gewissen Stefan Marcec als DEN Experten für authentische Kampfkünste empfehlen. Kein Anderer wird dir ein solches Wissen und Können bieten.

Recent Posts

Leave a Comment

Contact Me

I'm not around right now. But you can send me an email and I'll get back to you, asap.

Not readable? Change text. captcha txt

Start typing and press Enter to search