Den Lean-Gedanke auf den Punkt gebracht

Zusammenfassend kann man sagen, dass die «Lean»-Methoden gemeinsam das Ziel haben, Verschwendung beim Aufbau und Erhalt eines Unternehmens zu eliminieren – analog zur seit langem bekannten «Lean Production». Im Fabrikationsbereich gehören die Vermeidung von Blindleistung, Over-Engineering und die Reduktion von Fehlleistungen und Fehlkosten zur effizienten Gestaltung der Wertschöpfungskette. Mit dem Ansatz «Werte ohne Verschwendung schaffen» wird alles vermieden, was nicht direkt zur Wertschöpfung für den Kunden beiträgt.[1] Im Laufe der Zeit wurden folgende Prinzipien für Lean Management formuliert:

  • Ausrichtung aller Tätigkeiten auf den Kunden respektive den Nutzen aus Sicht des Kunden im Auge behalten. Dafür sollten die Produkte exakt auf die Bedürfnisse des Kunden abgestimmt werden, um den grösstmöglichen Wert aus Sicht des Kunden zu erreichen.
  • Konzentration auf die eigenen Stärken.
  • Optimierung von Geschäftsprozessen, d.h. die Aktivitäten des Wertstroms sollten möglichst störungsfrei ablaufen können.
  • Ständige Verbesserung der Qualität; die Perfektion wird angestrebt.
  • Interne Kundenorientierung als Unternehmensleitbild, Kapazitätsauslastung nicht das entscheidende Kriterium, sondern der Kundenbedarf.
  • Eigenverantwortung, Empowerment und Teamarbeit und eine lösungsorientierte Projektkultur, die Mitarbeiter befähigt, Probleme zu erkennen, zu analysieren und zu lösen.
  • Kundenorientierte Strukturen.
  • Führen ist ein Service für den Mitarbeiter.
  • Emotionale, mitreissende, für jeden verständliche Projektvision.
  • Offene Informations- und Feedback-Prozesse, wesentliche Kennzahlen und der Projektstatus werden in visueller Form den Entscheidern vermittelt.
  • Einstellungs- und Kulturwandel im Unternehmen.

Diese Liste wurde kombiniert und auf die Kernaussagen reduziert aus den 10 Prinzipien von Graf-Götz[2], den 14 Prinzipien von Womack und Jones[3] und den fünf Kernprinzipien des Lean Managements nach dem Wuttke Team[4] und umfasst, abgesehen vom Projekt-Risikomanagements, auch die Kernprinzipien des Lean Project Managements. Im Prinzip geht es beim Lean-Startup darum, die eigene Geschäftsidee früh genug auf strukturierte Weise mit potentiellen Kunden zu verifizieren.

 

[1]        Wuttke, 2018, S. 130.

[2]        Graf-Götz, 2001.

[3]        Womack/Jones, 2016.

[4]        Wuttke Team, 2018.

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