Lean-Management – Die Vermeidung von Verschwendung

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Lean-Management ist ein Konzept aus der Produktionswirtschaft, das auf Effizienz und Verschwendungsreduzierung abzielt. Es geht darum, Prozesse so zu gestalten, dass sie möglichst wenig Ressourcen verbrauchen und gleichzeitig einen möglichst hohen Nutzen für den Kunden liefern. Zentrales Element ist dabei die kontinuierliche Verbesserung (Continuous Improvement) und die Beteiligung aller Mitarbeiter an der Optimierung der Prozesse. Ursprünglich entwickelt wurde das Konzept in der Automobilindustrie, es wird heute jedoch in vielen Branchen und Unternehmen angewendet.

Über Lean-Management wird viel geschrieben und noch viel mehr diskutiert. Obschon schreiben und Diskutieren im Eigentlichen nicht mit Lean-Management zu vereinbaren sind. Selbst der Begriff an sich besteht aus dem Wort „Lean“, übersetzt „schlank“ und „Management“, übersetzt „Geschäftsführung“, wobei man gleich erkennen kann, was primär schlank sein soll: das Management!

Den Lean-Gedanken auf den Punkt gebracht

Zusammenfassend kann man sagen, dass die „Lean“-Methoden gemeinsam das Ziel haben, Verschwendung beim Aufbau und Erhalt eines Unternehmens zu eliminieren – analog zur seit langem bekannten «Lean Production». Im Fabrikationsbereich gehören die Vermeidung von Blindleistung, Overengineering und die Reduktion von Fehlleistungen und Fehlkosten zur effizienten Gestaltung der Wertschöpfungskette. Mit dem Ansatz «Werte ohne Verschwendung schaffen» wird alles vermieden, was nicht direkt zur Wertschöpfung für den Kunden beiträgt.[1] Im Laufe der Zeit wurden folgende Prinzipien für Lean-Management formuliert.

Lean-Management Prinzipien

  • Ausrichtung aller Tätigkeiten auf den Kunden respektive den Nutzen aus Sicht des Kunden im Auge behalten. Dafür sollten die Produkte exakt auf die Bedürfnisse des Kunden abgestimmt werden, um den grösstmöglichen Wert aus Sicht des Kunden zu erreichen.
  • Konzentration auf die eigenen Stärken.
  • Optimierung von Geschäftsprozessen, d. h. die Aktivitäten des Wertstroms sollten möglichst störungsfrei ablaufen können.
  • Ständige Verbesserung der Qualität; die Perfektion wird angestrebt.
  • Interne Kundenorientierung als Unternehmensleitbild, Kapazitätsauslastung nicht das entscheidende Kriterium, sondern der Kundenbedarf.
  • Eigenverantwortung, Empowerment und Teamarbeit und eine lösungsorientierte Projektkultur, die Mitarbeiter befähigt, Probleme zu erkennen, zu analysieren und zu lösen.
  • Kundenorientierte Strukturen.
  • Führen ist ein Service für den Mitarbeiter.
  • Emotionale, mitreissende, für jeden verständliche Projektvision.
  • Offene Informations- und Feedback-Prozesse, wesentliche Kennzahlen und der Projektstatus werden in visueller Form den Entscheidern vermittelt.
  • Einstellungs- und Kulturwandel im Unternehmen.

Diese Liste wurde kombiniert und auf die Kernaussagen reduziert aus den 10 Prinzipien von Graf-Götz[2], den 14 Prinzipien von Womack und Jones[3] und den fünf Kernprinzipien des Lean Managements nach dem Wuttke Team[4] und umfasst, abgesehen vom Projekt-Risikomanagements, auch die Kernprinzipien des Lean Project Managements.

Achtsamer Umgang mit Ressourcen

Mindfulness und Lean-Management können zusammen verwendet werden, um die Leistung von Unternehmen und Organisationen zu verbessern. Achtsamkeit kann dazu beitragen, dass Mitarbeiter aufmerksamer und präsenter sind, wobei Leerläufe stark reduziert werden können. Lean-Management & wie auch Achtsamkeit im Business konzentrieren sich auf die Beseitigung von Verschwendung und die Steigerung der Effizienz und Wertschöpfung in Unternehmen und Organisationen.

Was ist ein Lean Start-up?

Ein Lean Start-up ist eine Methode, die auf das Konzept des Lean-Managements auf die Gründung und Entwicklung von Unternehmen überträgt. Es geht darum, mit minimalem Aufwand und Ressourcenverbrauch ein Unternehmen aufzubauen und gleichzeitig möglichst schnell Feedback von Kunden zu bekommen, um die Produkte und Dienstleistungen entsprechend anzupassen. Durch die frühzeitige Validierung von Annahmen und die ständige Anpassung an die Bedürfnisse der Kunden soll die Wahrscheinlichkeit von Misserfolgen verringert und die Chance auf Erfolg erhöht werden.

Diese Methode besteht aus mehreren Schritten, wie z. B. das Identifizieren von Problemen, die Lösungsentwicklung und das Testen von Annahmen. Im Mittelpunkt steht das Feedback der Kunden, das in die weitere Entwicklung des Unternehmens einfliesst.

Der Lean-Startup-Ansatz wird oft in der Technologiebranche und im Bereich der digitalen Produkte und Dienstleistungen angewendet, kann aber auch in anderen Branchen und Bereichen genutzt werden. Hier findest Du mehr Informationen über die Gründung von Startups oder wie Du erfolgreich Dein eigenes Online-Business starten kannst.

Die Vision im Lean Business

Eine Vision ist im Lean-Business von zentraler Bedeutung, weil sie die Richtung vorgibt und die Motivation der Mitarbeiter stärkt. Eine klare Vision gibt allen Beteiligten ein gemeinsames Ziel, auf das sie hinarbeiten können und sie inspiriert die Mitarbeiter, ihr Bestes zu geben, um dieses Ziel zu erreichen. Eine Vision hilft auch dabei, Entscheidungen zu treffen und Prioritäten zu setzen, da sie als Leitlinie dient. Ohne Vision ist es schwer, die Leistung eines Unternehmens oder einer Organisation zu verbessern, da es keine klare Richtung gibt, in die man arbeiten sollte. Hierf findest Du noch mehr Gründe, warum Du eine Vision haben solltest.

Fazit

Im Prinzip geht es beim Lean-Startup darum, die eigene Geschäftsidee früh genug auf strukturierte Weise mit potenziellen Kunden zu verifizieren. Ein weiteres Werkzeug dazu ist die Blue-Ocean-Strategie.

Mehr dazu findest Du im Artikel über die Erstellung eines Minimal Viable Product für eine einfache Konkurrenzanalyse. Für diese Methode benötigst Du lediglich eine Idee und eine Landing-Page.

Quellen:

[1]        Wuttke, 2018, S. 130.
[2]        Graf-Götz, 2001.
[3]        Womack/Jones, 2016.
[4]        Wuttke Team, 2018.

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