Welcher Beruf passt zu mir? Berufung statt Onlinetest
Welcher Beruf passt zu mir? Stärken, Werte und nächste Schritte, wenn Du Deine Berufung statt nur einen Job suchst. Pragmatisch erklärt.
Diese Frage: «welcher Beruf passt zu mir», habe ich heute Google gestellt und darauf hin auf diversen Webseiten Online-Tests gefunden, die mir sagen sollten, welcher Beruf zu mir passt. Das Resultat? Die Empfehlung lautet, ich solle Bachelor werden! Nein, nicht einen Bachelor of Science machen – sondern ich soll der Typ mit den Rosen im TV werden. Ich fühle mich aber nicht dazu berufen. Ernsthaft … aber ich fühle mich eher als ein Wissenschaftler, der anderen Leuten helfen will.
Gut, damit hat sich wohl gezeigt, dass diese Methode nicht die Antwort auf meine Frage „Welcher Job passt zu mir“ liefern kann. Aber, wenn Du hierher gefunden hast, bin ich wahrscheinlich mit dieser Frage auch nicht ganz alleine. Daher habe ich recherchiert und mir ein paar Gedanken zu diesem Thema gemacht. Ich hoffe, sie helfen auch Dir weiter.
Welche Berufe wirklich passen
Berufung finden
Manche finden so ihre Richtung
Weg 1
Praxis
Die Richtung über praktische Erfahrungen finden
Weg 2
Akademisch
Die Richtung über akademische Wege finden
Weg 3
Selbstwahrnehmung
Richtung über bewusste Selbstwahrnehmung, etwa mit Meditation
Du brauchst ehrliche Selbstreflexion und ein klares Bild Deiner Stärken, Werte und Interessen.
Die Frage „Welcher Beruf passt zu mir?“ klingt simpel, ist aber harte Arbeit: Du brauchst ehrliche Selbstreflexion und ein klares Bild Deiner Stärken, Werte und Interessen. Manche finden ihre Richtung über praktische Erfahrungen, andere über akademische Wege, wieder andere über bewusste Selbstwahrnehmung – etwa mit Meditation.
Die Berufswahl beeinflusst nicht nur Dein Einkommen, sondern auch Deine Zufriedenheit. Was Geld dabei leisten kann und was nicht, steht in Reich werden. Eine pauschale Antwort gibt es nicht – aber Du kannst die Fragen stellen, die Dich näher an Deine Antwort bringen.
Folge Deiner Berufung bei der Berufswahl
Erinnere Dich – was war Dein Traumberuf, als Du 5 Jahre alt warst? Wolltest Du nicht Feuerwehrmann, Astronaut, Arzt oder schlichtweg einen Beruf ausüben, in dem Du anderen Leuten irgendwie hilfst? Vielleicht hattest Du auch andere Pläne, aber Du konntest Dir die Frage: «Welcher Beruf passt zu mir?», mit Sicherheit beantworten. Wusstest Du das später auch noch?
Was war Dein Traumjob als Du dann nach 9 Jahren Schule eine Wahl treffen musstest, welcher Job zu Dir passt? Wer hat Deine Entscheidungen beeinflusst – wer hat Dir gesagt, was Du kannst und welcher Beruf zu Dir passt? Und nun mal ehrlich? Erfüllt Dich Dein Beruf? Stehst Du jeden Morgen glücklich auf, um Deinem Job nachzugehen? Fragst Du Dich nicht manchmal, welcher Beruf wirklich zu Dir passen würde?
Die meisten Leute haben leider einen Job, welcher nicht ihrer Berufung entspricht. Sie stehen am Morgen auf, um einer Arbeit nachzugehen, welche ihnen keinen Spass bereitet – hoffnungsvoll den Feierabend abwartend, da dann ihr Leben erst wirklich beginnt. Dies aus der Tatsache heraus, dass sie nicht ihre Berufung leben können. Um daran jedoch etwas ändern zu können, muss man zuerst seiner Berufung bewusst werden.
Wie findest Du Deinen Traumberuf?
Um die eigene Berufung zu finden oder um sich dieser bewusst zu werden, gibt es keinen Online-Test – denn auf manche Fragen findest Du die Antworten nicht im Internet, sondern in Dir selbst! Ein gutes Hilfsmittel, um Dir Deiner selbst wieder bewusst zu werden, ist die Meditation. Dieser Prozess kann jedoch von Experten begleitet und unterstützt werden. Wahrscheinlich wirst Du die Antwort auch nicht gleich nach dem Lesen dieses Artikels haben. Aber investiere doch ein paar Tage, um die Frage zu beantworten, die Dir bis zur Pensionierung acht erfüllende Stunden mehr am Tag schenkt.
Studium oder Ausbildung?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Die Entscheidung hängt von Deinen Interessen, Stärken, Zielen und finanziellen Möglichkeiten ab. Manche Tätigkeiten erfordern ein Studium, andere lernst Du nur in einer Berufslehre.
Eine Berufslehre ist praxisnah, kürzer und führt schnell in eine Anstellung. Ein Studium ist akademisch, länger und öffnet ein breiteres Berufsfeld – mit entsprechend höherem Aufwand. Ein möglicher Mittelweg in der Schweiz: Berufsmaturität nach der Lehre und später ein Bachelor- oder Masterstudium, etwa ein Bachelor in Business Administration oder, mit Berufserfahrung, ein EMBA.
Mit Meditation zur Berufung finden
Nimm Dir nach einer Achtsamkeitsmeditation eine Frage vor: Bei welcher Tätigkeit hast Du Dich zuletzt voller Energie gefühlt? Notiere die Tätigkeit und was Dir daran Freude gemacht hat. So hast Du einen konkreten Ausgangspunkt für die Frage, was Du beruflich öfter tun möchtest.
Willst Du meditieren lernen, so besuche doch einen meiner Kurse:
- Wenn Du eine begleitete Praxis suchst, findest Du auf Meditation Bern Informationen zu meinen Kursen.
Kontaktiere mich vor der Teilnahme und teile mir mit, dass Du auf der Suche nach Deiner Berufung bist. So kann ich die geführte Meditation Deinen Bedürfnissen anpassen.
Bonus: Die Tipps vom Profi
In meinem Studium an der PHW in Bern hatte ich einen Dozenten, der immer wieder von seiner Berufung sprach und über das Thema sogar ein Buch geschrieben hatte. Er hatte seine Erfahrungen in eine schöne Geschichte über einen Eisbären gepackt. Daher habe ich mal geschaut, ob ich von Andreas Dudas weitere Informationen über das Thema Berufung finden kann.
Der innere Ruf
Jeder Mensch hat einzigartige Talente und jeder hat eine Berufung, einen inneren Ruf.
Seine Berufung zu finden heisst, auf seine innere Stimme zu hören und mit dem Herzen zu fühlen. Das ist eine lebenslange Aufgabe. Immer wieder gilt es von neuem, die Balance zwischen den Anforderungen der Aussenwelt und den Bedürfnissen der Innenwelt neu herzustellen.
Was sind die Ingredienzen, um Deine Berufung zu finden?
Dazu müssen wir mit dem Herzen denken und lenken und es braucht Zeit und Geduld, Vertrauen, Beharrlichkeit, Freude und Begeisterung. Wir müssen uns fragen, was sind meine Wünsche und Sehnsüchte? Wo spüre ich Freude in meinem Leben? Wann fühle ich mich „voller Energie“? So wie eine Eichel nicht bestimmen kann, ob sie nun eine Buche oder Fichte werden möchte, so liegt es in der Natur der Seele im Laufe des Lebens immer mehr zu dem zu werden, was wir eigentlich sind. Je älter wir werden, desto echter werden wir und stimmiger mit und in uns. Wir werden uns selbst.
Dieser Prozess erfordert Vertrauen in uns, in das Leben und auch Geduld. Die Seele kennt weder Raum noch Zeit. Sie folgt dem Gesetz von Kairos, dem jüngsten Sohn des Zeus. Er war bei den Griechen für den richtigen Augenblick, für den guten Moment, zuständig. Bei ihm geschieht alles in der richtigen Zeit. Dies braucht Vertrauen in uns und das grosse Ganze. Auf dem Weg unserer Berufung ist es wichtig, diesem Prinzip zu folgen. Alles geschieht zur richtigen Zeit, zum Besten des Ganzen.
Schwimmst Du in der Mitte Deines Lebensflusses, mit dem Strom oder dagegen?
Um in Kontakt mit unserer Seele zu kommen, ist es wichtig, dass wir sie nähren, pflegen und umsorgen. Doch: Wie ernähre ich meine Seele? Wo bin ich in der Fülle? Wenn wir die Aussenwelt betrachten, so bekommen wir das Gefühl, dass sich alles beschleunigt. Um unsere Seele zu nähren ist es wichtig, dass wir uns „entschleunigen“. Um in der Balance von innen und aussen zu sein, ist es wichtig, dass wir in unserer Innenwelt entspannen und ruhig werden. Es braucht neben dem Vertrauen in sich selbst und in den eigenen Weg, Vertrauen in das grössere Ganze. Um unsere Berufung zu finden, stellen wir uns immer wieder die Frage, was ruft mich jetzt in meinem Leben? Welche Stimme spricht in mir? Wir müssen lernen, in die Antworten hineinzuwachsen. Es ist ein Prozess. Er braucht Geduld und Vertrauen und Zeit.
Talente
Die Talente und Gaben eines jeden Menschen bestehen während des ganzen Lebens. Die Form des Wirkens im Aussen hingegen verändert sich immer wieder.
Wichtig ist zu erkennen, und zu spüren, wenn eine Lebensphase zu Ende geht und eine neue beginnt. Die eigene Berufung zu finden und den eigenen Weg zu gehen bedeutet, dass wir nicht in der Masse schwimmen können. Dabei kann es Phasen geben, in denen es herausfordernd und unbequem sein kann für uns wie auch für unser Umfeld. Um den eigenen Weg zu gehen, braucht es Courage, was in seiner ursprünglich «Herz» bedeutet und vom lateinischen «cor» abgeleitet wird.
„Als Herzensunternehmer geht es mir darum, die Menschen im Herzen zu berühren und sie auf der Reise der Achtsamkeit vom Kopf wieder in ihr Herz zu führen. Es braucht mehr Menschen mit mutigen Herzen – andere Herzensunternehmer eben –, damit wir wieder Dinge erschaffen, die zu erhalten sich lohnt. Meine Aufgabe besteht darin, Menschen im Erkennen und Leben ihrer Talente zu unterstützen – so auch Dich. Lass uns gemeinsam Deine Vision und Begeisterung finden und beginne, Deine Träume Schritt für Schritt zu verwirklichen. Ich bestärke Dich dabei, mutig Deinen eigenen Weg zu gehen, Deine innere Stimme zu hören. Traue Dich und nimm Deine nächsten Schritte in Angriff. Ich begleite Dich als Experte und Trainer für Beruf und Berufung, Talententwicklung und Intuition kompetent auf dieser äusseren und inneren Reise zu Erfolg und Erfüllung.“
Bonus: Deine Berufung finden
Ich habe mich mit Andreas Dudas (siehe Video weiter oben) getroffen.
Der zweitägige Workshop heisst „Berufungswerkstatt“.
Andreas Dudas arbeitet als Dozent an renommierten Hochschulen, als Autor von Bestsellern, als Top 100 Speaker und als Coach. Als selbstständiger Coach ist das Personal Branding wichtig. Falls Du Dich für eine selbstständige Tätigkeit entscheiden solltest, dann lies vielleicht auch meinen Beitrag über Personal Branding. Übe und verbessere Deine Rhetorik, denn es wird immens wichtig sein, dass Du Leute von Dir und Deinen Zielen überzeugen kannst, egal, welchen Weg Du in Zukunft gehen wirst.
Für die nächsten Schritte findest Du hier den Beitrag Ziele erreichen.
P.S.: Dies ist kein gesponserter Inhalt und kein Affiliate-Link. Ich teile diese Informationen, da ich an dem Workshop teilgenommen habe und ihn gerne weiterempfehle!
Den richtigen Beruf finden ist ein Prozess
Die Suche nach dem richtigen Beruf braucht Zeit. Du musst nicht alle Antworten sofort haben, und Umwege sind normal. Wichtig ist, dass Du auf Dauer eine Tätigkeit findest, die zu Deinen Stärken und Werten passt – und nicht nur zu fremden Erwartungen. Wenn Du Dich selbständig machen willst, hilft zusätzlich der Beitrag Personal Branding.