Achtsamkeit im Alltag: Wirkung, Anleitung und Übungen

Achtsamkeit im Alltag: Warum ist Achtsamkeit (mindfulness) wichtig im Alltag? Wie kannst Du achtsamer werden und Achtsamkeit in Deinen Alltag integrieren?

Steine sorgfältig und achtsam aufeinandergelegt an einem Strand symbolisch für Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Mindfulness im Alltag.

Achtsamkeit, auf Englisch „MINDFULNESS“, bezeichnet die Fähigkeit, im gegenwärtigen Moment zu leben und unsere Aufmerksamkeit bewusst auf das zu richten, was wir gerade tun, ohne uns von Gedanken und Gefühlen ablenken zu lassen.

Im letzten Blogbeitrag haben wir uns bereits mit dem Thema Achtsamkeit beschäftigt. Diesmal geht es um die Frage, was Achtsamkeit im Alltag bringt und wie man einfache Achtsamkeitsübungen ganz leicht in den Alltag integrieren kann. Dabei steht die praktische Anwendung im Vordergrund.

Also, worauf wartest Du noch? Fang jetzt an!

Also nochmal in Kürze: Was ist Achtsamkeit im Alltag?

Achtsamkeit ist die Kunst, im Hier und Jetzt zu sein und sich ganz auf das gegenwärtige Erleben zu konzentrieren. Es geht darum, bewusst wahrzunehmen, was um uns herum und in uns geschieht – ohne es zu bewerten oder zu verändern.

Achtsamkeit kann uns also helfen, unseren Alltag bewusster und damit auch intensiver und schöner zu erleben. Durch die Praxis der Achtsamkeit lernen wir, unsere Aufmerksamkeit besser zu lenken und uns nicht mehr von unseren Gedanken und Gefühlen hin und her treiben zu lassen.

Wenn Du noch zweifelst, zeige ich Dir hier kurz, was Du verpasst, wenn Du ohne Achtsamkeit durchs Leben gehst …

Achtsamkeit – was bringt mir das?

Viele Übende erleben, dass Achtsamkeit sie unterstützt, mit Stress bewusster umzugehen. Daher hat das Thema auch im Business an Aufmerksamkeit gewonnen.

Oft sind wir so damit beschäftigt, über die Zukunft oder die Vergangenheit nachzudenken, dass wir die Gegenwart kaum noch wahrnehmen. Achtsamkeitspraxis kann dabei unterstützen, die Aufmerksamkeit wieder mehr auf den gegenwärtigen Moment zu richten und nicht jedem Gedankenimpuls zu folgen.

  • Die Idee hinter Achtsamkeit ist es, Gedanken und Gefühle wahrzunehmen, ohne sich von ihnen vereinnahmen zu lassen. Es geht darum, sie zu beobachten, statt sich von ihnen leiten zu lassen.
  • Achtsamkeit beschreibt die Fähigkeit, im gegenwärtigen Moment zu sein und Dinge bewusst wahrzunehmen, ohne sie zu bewerten. Sie lädt zu einer offenen, interessierten Haltung ein.

Mit der Zeit kann Achtsamkeit unterstützen, Aufmerksamkeit zu schärfen und besser wahrzunehmen, was in Körper und Geist vorgeht. Daraus kann sich ein bewussterer Umgang mit sich selbst und anderen entwickeln.

Achtsamkeit kann man sich wie eine Brille vorstellen, mit der wir unsere Gegenwart plötzlich viel klarer sehen. Wir nehmen Details wahr, die uns vorher nicht aufgefallen sind, und erkennen so auch neue Lösungen für Probleme.

Überzeugt? Dann fangen wir an …

Wie kann ich mehr Achtsamkeit in meinen Alltag integrieren?

Achtsamkeit kannst Du überall praktizieren – beim Zähneputzen, beim Kochen, beim Spazierengehen oder auch bei der Meditation. So kannst Du Deinen Tagesablauf damit starten, dass Du mal bewusst aufstehst, indem Du darauf achtest, auf welcher Seite des Bettes und mit welchem Bein Du zuerst auf dem Boden stehst. Fühle anschliessend auch, wie der Boden sich unter Deinen Füssen anfühlt.

Eine Möglichkeit, mehr Achtsamkeit in Deinen Alltag zu integrieren, ist das Praktizieren von Meditation. Durch das regelmässige Üben der Meditation kannst Du lernen, Deine Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Augenblick zu richten und ablenkende Gedanken zu vermeiden. Ich will an dieser Stelle nicht weiter auf die Meditation eingehen, da ich dazu bereits sehr viele Artikel geschrieben habe. Eine Übersicht dazu findest Du in der Kategorie Meditation. Wenn Du bereits eine Achtsamkeitspraxis hast, es jedoch nicht schaffst, diese in Deinen Alltag zu integrieren, dann lese meinen Artikel: Meditation für AnfängerInnen und deren Integration in den Alltag.

Du kannst auch versuchen, bewusst und achtsam zu essen, indem Du Dir Zeit nimmst, um jeden Bissen zu geniessen und wirklich zu schmecken, anstatt während des Essens fernzusehen, am Computer zu arbeiten oder gar mit jemandem zu sprechen. Kaue jeden Bissen mindestens 30 Mal und nimm die Geschmacksveränderung genau wahr.

Eine weitere Möglichkeit ist es, Dir täglich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um in Ruhe zu sitzen, zu stehen oder zu gehen und einfach die Geräusche und Eindrücke um Dich herum wahrzunehmen, ohne sie zu bewerten oder zu verändern. Schalte dazu Dein Handy aus. Wer das ausweiten möchte, findet im Beitrag zum Digital Detox weitere Anregungen.

Probiere verschiedene Techniken aus und sehe, was für Sie am besten funktioniert.

Welche Vorteile hat Achtsamkeit für mich?

Achtsamkeit kann unterstützen, sich selbst besser kennenzulernen und anzunehmen. Mit der Zeit gelingt es vielen Übenden besser, sich von negativen Gedanken und Gefühlen nicht mehr so stark mitziehen zu lassen.

Auch im Umgang mit schwierigen Situationen kann Achtsamkeit hilfreich sein. Wer regelmässig übt, beschreibt häufig eine etwas weniger urteilende Haltung – sich selbst und anderen gegenüber.

Viele Übende erleben Achtsamkeit als ruhigen Raum im Alltag, in dem sich Stress und Anspannung leichter wahrnehmen und bewusster regulieren lassen. Das ist eine subjektive Erfahrung; bei chronischen Schmerzen, Angst, Depression oder Trauma ersetzt Achtsamkeit keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.

Hat Achtsamkeit auch Nachteile?

Viele Leute glauben, dass das Praktizieren von Achtsamkeit Opportunitätskosten verursachen kann, weil man angeblich weniger Zeit auf andere Aktivitäten übrig hat. Allerdings kann die Praxis der Achtsamkeit auch dazu beitragen, dass man effektiver und produktiver wird, was wiederum dazu führt, dass man mehr Zeit für andere Aktivitäten hat. Es kommt eben darauf an, wie man die Praxis in sein Leben integriert und wie sie sich auf die verschiedenen Aspekte des Lebens auswirkt.

Achtsamkeitsübungen für Anfänger

Eine weitere Möglichkeit, achtsamer zu werden, besteht darin, Dich auf Deinen Atem zu konzentrieren. Wann immer Du feststellst, dass Deine Gedanken abschweifen, lenkst Du die Aufmerksamkeit einfach auf Deinen Atem zurück. Vielleicht möchtest Du auch eine Achtsamkeitsmeditation ausprobieren, bei der Du Dich auf Deinen Atem konzentrierst und anderen Gedanken erlaubst, zu kommen und zu gehen, ohne bei ihnen zu verweilen.

Eine weitere Möglichkeit, Achtsamkeit in Deinen Alltag einzubringen, besteht darin, auf Deine Sinne zu achten. Wenn Du zum Beispiel spazieren gehst, achte wirklich auf die Sehenswürdigkeiten, Geräusche und Gerüche in Deiner Umgebung. Sei einfach im Hier und Jetzt - Du wirst damit auch Dein Bewusstsein stärken und viel präsenter durch das Leben gehen.

Je mehr Du Dich in Achtsamkeit übst, desto bewusster wirst Du Dir Deiner Gedanken und Gefühle. Mit der Zeit und etwas Übung wirst Du vielleicht feststellen, dass Du mit schwierigen Gefühlen und Reaktionen besser umgehen kannst, weil Du sie schon im Entstehen wahrnimmst und nicht erst, wenn sie Dich überwältigt haben.

Willst Du Achtsamkeit und Meditation lernen?

Wenn Du Meditation in Bern lernen möchtest, findest Du im Meditationskurs Bern einen strukturierten Einstieg vor Ort. Ich freue mich, Dich kennenzulernen.