Wertschätzung – warum sie für uns so wichtig ist

Erhältst Du keine Wertschätzung im Beruf oder in der Beziehung? Dann frage Dich: Wann hast Du das letzte Mal einer anderen Person ehrliche Wertschätzung in Form von Worten, einer Umarmung oder einem Lächeln entgegengebracht? Mit ehrlicher Wertschätzung meine ich hier, dass Du einer Person völlige Aufmerksamkeit geschenkt hast und ihr gezeigt hast, wie sehr Du sie schätzt – das kann auch anders als “in Worte” gewesen sein. Heute? Vor drei Tagen? Oder vor Wochen?

  • Warum ist Wertschätzung für uns wichtig?
  • Warum solltest Du Wertschätzung gegenüber Deiner Partner/in und Mitarbeitern ausdrücken?
  • Wie zeigst Du Wertschätzung?

Wertschätzung ist für uns Menschen unverzichtbar. Jemanden wertschätzen bedeutet, ihn positiv zu bewerten.

Wertschätzung ist jedoch Karma – Zuerst solltest Du lernen, Dir selbst und anderen Personen Wertschätzung zu zeigen – Dann wirst Du auch mehr Wertschätzung erfahren. Warum das so ist, und wie Du das machst, zeige ich Dir in diesem Artikel.

Wenn wir uns heute allein die sozialen Netzwerke anschauen, wissen wir, dass Menschen sich nach Likes bzw. positiven Bewertungen sehnen und dadurch versuchen ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Der weit verbreitete Mangel an Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl wird jedoch durch die Social Media noch bestärkt. Denn echte Wertschätzung ist weitaus mehr als Likes & Follows. Wertschätzung umfasst die ehrliche, positiv gestimmte Sympathie und Anerkennung eines Mitmenschen. Respekt ist dabei wohl die grösste Form der Anerkennung. Ein liebevolles Lächeln, ein grosses Dankeschön oder ein authentischer Händedruck vermittelt uns, ich werde wahrgenommen.

Jede und jeder ist es wert, wertgeschätzt zu werden

Die Wertschätzung spielt bei unserer Identitätsfindung eine grosse Rolle. Wir reflektieren uns stets über unsere Mitmenschen und Ihren Reaktionen. Diese geben wiederum Aufschluss über unser Verhalten, Aussehen und unseren Charakter.

Insbesondere für unsere Identitätsbildung im Kindesalter ist die Wertschätzung und Anerkennung essenziell. Wer viel Wertschätzung seiner Eltern erfährt, baut ein gesundes Selbstwertgefühl auf. Diesen Menschen fällt es später auch leichter, Wertschätzung an andere weiterzugeben. Leider vergessen wir diese Werte in unserem hektischen Alltag. Daher folgende hier einige Tipps, wie Du Wertschätzung in Deiner Kommunikation einbauen kannst:

Wertschätzung aussprechen

  • Mehr Du statt Ich sagen: Gerade im Beruf können Du-Sätze eine positive Wirkung entfalten. Statt „Ich brauche von Dir die letzten Protokollaufzeichnungen für mein Projekt“ lieber: „Du hattest bei der letzten Teamsitzung fleissig Protokoll geschrieben. Deine Notizen würden mir sehr helfen.“
  • Ein Lächeln sagt mehr als 1000 Worte: Wir sollten vielmehr im Alltag lächeln. Ein Lächeln ist ein Ausdruck von Wärme und Sympathie. Leider vergessen wir das oftmals, wenn es stressig und hektisch zugeht. Fühlst Du Dich mit Deinen Kollegen, Freunden oder Partner wohl, dann schenke ihnen ein Lächeln ?
  • Mehr Karten schreiben: Durch die virtuelle Kommunikation werden Glückwünsche meist nur noch über WhatsApp, Facebook oder über andere Chats vermittelt. Eine sehr traurige Entwicklung! Glückwünsche werden dadurch schnell unpersönlich aufgenommen und verlieren ihre Bedeutung. Schreibe daher lieber eine persönliche Karte. So kannst Du Dir sicher sein, dass Deine Worte auch richtig beim Empfänger ankommen!
  • Auf gleicher Ebene kommunizieren: Eine sehr effektive Form des Respektes ist es, sich auf die gleiche Höhe der Mitmenschen zu bewegen. Sei es das Herunterbeugen zum Kind oder die gleiche Sitzposition innerhalb der Teambesprechungen – Du signalisierst damit, dass auch andere Meinungen Dir von Bedeutung sind. Mehr zum Transaktions-Modell lernst Du in diesem Video:
Erhältst Du keine Wertschätzung im Beruf oder in der Beziehung? Dann frage Dich: Wann hast Du das letzte Mal einer anderen Person ehrliche Wertschätzung in Form von Worten, einer Umarmung oder einem Lächeln entgegengebracht? Mit ehrlicher Wertschätzung meine ich hier, dass Du einer Person völlige Au

Kommt Dir das bekannt vor? Hast Du soeben etwas Selbstreflexion geübt? ;-)

Wertschätzung entgegenbringen

Fange jetzt damit an Dein Gegenüber, auch wenn es ein schwieriger Mensch ist, wertzuschätzen und Deine Dankbarkeit auszudrücken! Nur planen und “sich vornehmen” bringen Dich nirgendwo hin – denn die Einstellung “Mach ich morgen” ist eine Krankheit, die Dich vom Erreichen Deiner Ziele abhält! Wertschätzung und Dankbarkeit lassen sich wie ein Muskel trainieren: Je öfter Du sie übst, desto besser wirst Du darin! Mit mehr Wertschätzung für Deine Mitmenschen, machst Du nicht nur sie glücklich, sondern durch den Ausdruck von Dankbarkeit wirst auch Du glücklicher.

Wertschätzung ist Karma

Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Du dieser Behauptung Glauben schenken kannst, dann mache doch das Experiment: Am einfachsten geht dies mithilfe von Social Media: Fange an, gute Beiträge Deiner Freunde zu liken und wenn Du ihnen damit helfen kannst, auch Hilferufe oder Informationen zu teilen und Du wirst sehen, dass auch sie anfangen werden, Dir etwas mehr online-Wertschätzung entgegenzubringen.

Fällt es Dir schwer, Wertschätzung auszudrücken?

Dann fehlt es Dir vielleicht an Wertschätzung für Dich selbst! Du kannst Wertschätzung und Anerkennung von “aussen” erhalten – Du kannst Dich aber auch selbst wertschätzen – nur tun wir das selten. Meistens verbringen wir mehr Zeit mit Selbstkritik, als mit Selbstwertschätzung, nicht? In Selbstkritik sind wir echte Meister, da wir sie regelmässig üben. Wenn wir uns selber kritisieren, können wir kaum anderen gegenüber Wertschätzung zeigen – da wir unbewusst der Meinung sind, das die eigene Wertschätzung nichts wert ist! Das kann so weit gehen, dass es uns peinlich ist, jemandem Komplimente zu machen oder aufrichtige Wertschätzung zu zeigen. Daher müssen wir erst bei uns selber anfangen! Selbstwertschätzung, Selbstliebe und auch Dankbarkeit, sich selbst gegenüber, müssen wir täglich trainieren, denn das Gegenteil davon (Selbsttadel) tun wir unbewusst auch jeden Tag. Wenn Dir also Deine Selbstkritik im Wege steht, dann solltest Du diese ersetzen. Eine Methode dazu ist Achtsamkeit. Wenn immer die negativen Gedanken durch den Alltag aufkommen, dann stoppe sie und denke an Dinge, für Die Du Dir selber dankbar bist, oder Dinge, die Dich mit stolz erfüllen. Deine Achtsamkeit kannst Du mithilfe regelmässiger Meditation stärken. Wenn Du jeden Morgen oder Abend kurz meditierst und Dir dabei die Dinge vor Augen führst, für welche Du Dich selber wertschätzen kannst, Dinge, die Du getan hast, für welche Du Dir selber dankbar sein kannst, dann trainierst Du Deinen “Wertschätzungs-Muskel” und wirst damit Dein Selbstvertrauen stärken und so auch bald in der Lage sein, echte Wertschätzung gegenüber Deinen Mitmenschen zu zeigen.

Denn mit Wertschätzung ist es wie mit der Liebe: Sie wird nicht weniger, wenn man sie teilt.

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