Google Ranking

 In Business, Marketing

Google Ranking einfach erklärt

Google fungiert als eine Plattform zur Informationsbeschaffung. Wenn ein Benutzer Informationen von der Suchmaschine möchte, gibt er individuelle Suchbegriffe ein und erhält darauf eine Liste von Treffern. Die Reihenfolge dieser Resultate nennt man Google Ranking. Die Abfrage wird dazu mit den in der Datenbank der Suchmaschine vorhandenen Webseiten abgeglichen. Diese Suchmaschine verwendet verschiedene Algorithmen, um die passendsten Informationen in der Datenbank zu finden. Diese Algorithmen bestehen aus verschiedenen mathematischen Methoden, welche fortlaufend verbessert werden, um möglichst signifikante Ergebnisse zu erhalten. Aus der Datenbank der Suchmaschine werden die Ergebnisse in der Reihenfolge der errechneten Signifikanz für den Benutzer angezeigt. Dies nennt man auch das Ranking der gefundenen Webseiten. Daraufhin wird das Verhalten, welches die Klicks und die Verweilzeit auf den jeweiligen Webseiten umfasst, analysiert und zur erneuten Beurteilung der Signifikanz der Informationen verwendet.[1]

Warum ist das Google Ranking ein Business?

Internet ist zu einem bedeutenden Informationsmedium geworden. Dabei haben die Informationssuchenden das Bedürfnis, möglichst qualitativ hochwertige Suchergebnisse zu erhalten. Damit die Suchmaschinen Google die qualität der Informationen selbstständig bewerteten kann, wurden inhaltsspezifischen Bewertungskriterien, sogenannte Ranking-Methoden entwickelt. Die grundlegende Idee dazu beruht auf der Bibliographie: Bereits in den Fünfzigerjahren wurde die Wichtigkeit einer wissenschaftlichen Information daran gemessen, wie oft diese in anderen Publikationen zitiert wurde. Die beiden Google-Gründer haben diese Idee auf das World Wide Web übertragen. Sie nutzten diese Relevanzbeurteilung durch „Empfehlungen“ der Dokumente, um dem Informationssuchenden eine rangfolgesortierte Liste von Dokumenten zurückzugeben. Eine Seite wird also dann als wichtig eingestuft, wenn andere wichtige Seiten sie empfehlen. Diese Empfehlungen sind die sogenannten Links. Ein Link wird also adäquat zum Zitat als Empfehlung verstanden und gewertet. Dieses nach Page benannte Rank-Verfahren wurde als PageRank-Algorithmus bekannt und betrachtet und bewertet Webseiten nicht einzeln, sondern auf der Beziehung einzelner Webseiten zueinander.

Veränderungen im Google Ranking

Die Suchmaschine Google gibt ein- bis zweimal im Monat Algorithmus-Updates bekannt, aber nicht alle haben einen gleich starken Einfluss auf die SERPs. Es werden auch regelmässig neue Algorithmen ergänzt, um die Suche zu verbessern. So wurde Google bereits im Jahr 2011 mit einem Algorithmus ergänzt, der verwendet wird, um Webseiten nach der Inhaltsqualität zu beurteilen («Panda»). Dieser Algorithmus erkennt auch Plagiate.

Webseiten welche oft auf anderen Webseiten zitiert (verlinkt) werden, werden vom ursprünglichen Page Rank-Algorithmus generell höher bewertet. Dieser Effekt wurde jedoch oft von Webseitenbetreibern ausgenutzt. Um diesen manipulativen Link-Taktiken entgegenzuwirken, hat Google im Jahr 2012 ein Update ausgerollt, welches Webseiten mit unnatürlichen Linkprofilen identifiziert und in Echtzeit entsprechende «Strafen» anwendet («Penguin»). Durch ein ähnliches Update werden seit 2012 auch Seiten, welche Urheberrechtsverletzungen begehen, schlechter plaziert («Pirate»).

 

Die Algorithmen

Ein Algorithmus-Update hat das Produkt Marketing massgeblich verändert. Dieses trägt den Namen «Hummingbird» und wurde bereits im Jahr 2013 in die Suchmaschine von Google implementiert. Es handelt sich dabei um eine semantische Analyse, welche die Bedeutung einer Suchabfrage identifizieren kann, indem der Kontext in die individuelle Suchabfrage miteinbezogen wird. Hier wird unterschieden zwischen Beziehungen von Begriffen zueinander sowie dem Nutzer-Kontext (Ort der Abfrage, Suchhistorie und Art des Gerätes, welches zur Suche verwendet wird). Aus solchen Kontext-Formen wird eine individuelle Nutzerintention pro Suchabfrage abgeleitet. Innerhalb einer solchen Ontologie wird die thematische Relevanz einer Entität beurteilt. Die Daten werden also nicht mehr einfach hierarchisch, sondern netzwerkartig, also in Form von Graphen angeordnet. Als Vorlage zur Entwicklung dieses Algorithmus diente das Synapsen-Netzwerk des menschlichen Gehirns. So hat Google mehrere Graphen (Wissens-Graph, Sozial-Graph, Links-Graph, Lokal-Graph und Engagement-Graph) entwickelt, welche sich um die jeweiligen Verbindungen kümmern und somit in der Theorie eine Ähnlichkeit zu den menschlichen Hirnarealen aufweisen. Sie sind daher eine geeignete Art und Weise, um Ontologien zu speichern. Diese Information lässt sich dazu benutzen, dem Benutzer mittels «Machine Learning» bessere Resultate zu liefern. Das heisst, dass dadurch im Optimalfall der Nutzer diejenigen Suchresultate angezeigt bekommt, welche aus qualitativ hochwertigen Inhalten bestehen und ihm den höchsten Nutzen bieten. Dadurch gewinnt Content Marketing enorm an Bedeutung.[2] Obschon Google regelmässig neue Algorithmen implementiert – insbesondere, um Betrugsversuche und Manipulationen zu erkennen – haben die Backlinks, vor allem, wenn die Seiten eine hohe Themenrelevanz zueinander haben, nach wie vor eine hohe Gewichtung.

Ortsabhängigkeit

Ein Update aus dem 2014 verwendet auch Ort und Entfernung als Schlüsselfaktor für das Ranking der Ergebnisse. («Pigeon»). Dieses betrifft aktuell (2018) jedoch nur Suchanfragen in englischer Sprache.

Später wurden eine Reihe von Änderungen («Possum») eingeführt, welche je nach dem physischen Standort des Suchers (je näher der Sucher an einem bestimmten Unternehmen ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass er es unter den lokalen Ergebnissen sieht) und der Phrasierung der Abfrage (selbst enge Variationen führen nun zu unterschiedlichen Ergebnissen) im lokalen Ranking der Suchresultate filtern.

Mobile-Freundlichkeit

Seit dem Jahr 2015 gibt es auch ein Update, welches «Mobile-Freundlichkeit» («Mobile Friendly Update») als Faktor für das Ranking der Webseiten miteinbezieht. Dieses Update unterscheidet zwischen Suchen von Mobile-Geräten und solchen von Desktop-Geräten, wobei es bei den letzteren nicht eingreift.

Ranking-Brain

«RankBrain» ist ein Update mit integrierten «machine learning»-Algorithmen, das Google hilft, die Bedeutung von Suchanfragen besser zu entschlüsseln und die am besten passenden Suchergebnisse als Antwort auf diese Anfragen zu liefern. Seit wann diese künstliche Intelligenz bereits im Einsatz ist, wurde von Google nicht bekanntgegeben.

Einzelheiten zu neueren Updates von Google wurden nicht bekanntgegeben, jedoch werden Seiten, die gegen die Webmaster-Richtlinien von Google verstossen, vermehrt abgestraft. Mehrheitlich sind davon Blogs mit qualitativ schlechten Artikeln über eine Vielzahl von Themen betroffen («Fred»).

 

Fazit

Im Zuge der Globalisierung verwenden immer mehr Menschen das Internet als Kommunikationsplattform. Jeder Mensch mit einem Computer und Zugang zum Internet hat die gleichen Werkzeuge zur Verfügung, auf dem Weltmarkt zu konkurrieren. Was bedeutet das aber nun konkret für die Wirtschaft und was müsste also eine Firma heute tun, damit sie die Möglichkeiten der Analyse und Auswertung des Online-Nutzungsverhaltens potentieller Kunden bestmöglich nutzen kann, um ihr Angebot fortlaufend den Kundenpräferenzen und dem Konkurrenzverhalten anzupassen, um damit konkurrenzfähig zu bleiben?

Trotz regelmässigen Updates in den Algorithmen, spielen Backlinks die wichtigste Rolle im Ranking von Webseiten. Jedoch werden zunehmend nur noch Backlinks bei der Gewichtung berücksichtigt, welche von Seiten kommen, welche einen hohen Themenbezug und qualitativ hochwertigen Content haben. Der beste Tip für ein gutes Google Ranking ist schlichtweg: Liefere hochwertigen Content!

 

Quellen:

[1]        Perez, 2009; US-Patent US8392443B1 (<https://patents.google.com/patent/
US8392443B1/en?oq=8392443> [Stand: 09.04.2018]).

[2]        Bakshi/Pati/Mohapatra/Chaki/Saeed, 2018.

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Wie macht man richtig SEO, damit man in den Suchmaschinen auch gefunden wird. Auf diesem Foto sieht man die Google-Seite dargestellt auf einem Aple, nachdem man in der Schweiz nach dem Wort SEO, was so viel heisst, wie Suchmaschinenoptimierung gesucht hat. Die ersten Ergebnisse zeigen Google Adwords, wobei dann Wikipedia aufgelistet ist und ein paar organische Ergebnisse