CHAKREN – DIE BEDEUTUNG DIESER ENERGIEZENTREN

Wer sich mit spirituellen Themen auseinandersetzt, ist bestimmt schon mal mit dem Begriff “Chakra” in Berührung gekommen. Doch was sind Chakren (Einzahl “Chakra”) überhaupt und welche Bedeutung haben sie für uns? Viele antike Kulturen kannten die “Macht” jedes einzelnen dieser subtilen Energiezentren, die sich zwischen dem physischen menschlichen Körper und dem dessen feinstofflichen Körper befinden.
Eine geläufige Bezeichnung in einigen fernöstlichen Kulturen dafür ist “Chakra”, was übersetzt so viel wie “Rund” oder “Kreis” bedeutet. Chakren haben auch in einigen Traditionen wie dem Tantra-Yoga eine wichtige Bedeutung. Dort geht man davon aus, dass feinstofflichen Energieströme im menschlichen Körper an einigen Knotenpunkten kreuzen und auf diese Weise energetische Zentren bilden. In anderen Traditionen haben diese Energiezentren aber auch andere Namen. So spricht man in daoistischen Traditionen von den drei “Dantien”, welche präzise an den Stellen in Körper befinden, an welchen auch Chakren beschrieben werden.

Insgesamt gibt es 7 Haupt-Chakren, die sich in unserem ganzen Körper befinden. Jedes Chakra hat seine eigene Farbe und seinen eigenen körperlichen Bezug. Aus den Lehren geht hervor, dass die unteren Chakren langsamer schwingen, da sie den Emotionen und Grundbedürfnissen zugeordnet sind. Eine höhere Schwingung findet man hingegen in den oberen Chakren. Die 7 Chakren sind entlang der Wirbelsäule auf einer senkrechten Linie angeordnet. Mal ganz abgesehen davon, welche Farbe diese Energiezentren haben oder welche verwirrlichen Namen sie tragen: Was tun wir damit?

Chakren aus Sicht der Wissenschaft

Schauen wir kurz die Anatomie und Physiologie unseres Körpers an. Jedes dieser Energiezentren liegt in einem anderen Bereich des Körpers. Jeder dieser Bereiche hat ganz andere Funktionen, andere Aufgaben, daher auch eine andere Biochemie und zu allem zu auch das eigene Nervengeflecht. Alle diese Nervengeflechte respektive Energiezentren sind unter der Kontrolle des autonomen Nervensystems. Das autonome Nervensystem, ist derjenige Teil unseres Nervensystems, der automatisch für uns (oder gegen uns) arbeitet. Das autonome Nervensystem besteht aus Strukturen der Hirnrinde, des limbischen Systems und dem Hirnstamm. Dieses System balanciert Prozesse im Körper aus: Blutzucker, Blutdruck, Hormonspiegel, Körpertemperatur usw. und dies geschieht alles ohne unseres bewussten Geistes (Verstandes).
Das Chakra-System ist ein Modell, also eine vereinfachte Darstellung der Realität. Anhand der Beschreibungen der Chakras und ihren zugesprochenen Eigenschaften, lassen sich diese eindeutig gewissen physischen Strukturen im menschlichen Körper zuweisen: Nämlich diesen vegetativen und somatischen Nervengeflechten, sozusagen kleinen “Gehirne”, die gewisse Vorgänge regulieren und somit auch ihre eigenen Störungen haben können.
(Mehr zum Thema im Buch Understanding Pathophysiology, 6th Edition, Sue Huether Kathryn McCance, 2016).

Die 7 Chakren und ihre Bedeutung

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Wurzel-Chakra

  • Organe: Fortpflanzungsorgane
  • Nervengelfechte: Superior mesenteric plexus, Plexus vesicalis
  • Funktionen: Libido, Eizellen- oder Spermienproduktion
  • Daoistische Bezeichnung: Hui Yin

Das erste und unterste Chakra ist das sogenannte Wurzel-Chakra. Es befindet sich an deinem Dammpunkt. Die Resonanzfarbe dieses Chakra ist rot. Das Wurzel-Chakra wird als eine Verbindung zwischen dem physischen Körper und der physischen Welt betrachtet. Zu den wichtigsten Themen dieses Chakra gehören Sicherheit und Stabilität. Auch Gleichgewicht, Erdung und Lebenskraft werden diesem Chakra zugeschrieben. Dieses Chakra wird als die Basis für die menschliche Existenz betrachtet und nimmt daher auch in der hinduistischen Lehre einen sehr wichtigen Platz ein. In einem gesunden Menschen befindet sich in diesem Energiezentrum sehr viel Energie: Man bedenke, dass diese Energie ausreicht, um neues Leben entstehen zu lassen!
Unsere psychischen und körperlichen Bedürfnisse wie auch unsere Urinstinkte stehen in einer engen Verbindung mit diesem Chakra. Die meisten Menschen glauben aber, dass die Energie in diesem Zentrum nur in eine Richtung gehen kann: nämlich nach aussen. Diese schöpferische Energie können wir aber auch anders nutzen. Wie das, erkläre ich Dir im letzten Kapitel dieses Artikels.

Wie jedes andere Chakra, kann auch das Wurzel-Chakra durch bestimmte Erfahrungen in der Vergangenheit oder Zustände “gestört” sein. Ursachen hierfür sind Mangel an Sicherheit, Fehlernährung, keine sozialen Kontakte, kein Dach über dem Kopf oder andere Grundbedürfnisse, die nicht gedeckt sind. Auf dauer führen solche Zustände zu Energiemangel oder gestörtem Energiefluss (Blockaden) in diesem Zentrum. Dieser zeigt sich sowohl auf psychischer wie auch auf physischer Ebene: chronische Ängste, Depression, Wutanfälle, mangelndes Selbstvertrauen, Kraftlosigkeit oder auch zu starkes Misstrauen gegenüber sich selbst wie auch anderen Menschen.
Die Anspannung im Alltag und Ängste und der Mangel an innerer Sicherheit führen manchmal auch zu Angst vor Veränderungen. Die Folge könnte auch ein Fluchtverhalten sein, welches sich durch die Suche nach Ablenkung wie dem übermässigen Konsum von Fast-Food, Drogen, Alkohol oder übermässigem Sex zeigen kann. Der Stress reduziert sich dadurch jedoch kaum, was mit der Zeit zu einer Immunschwäche und somit zu anderen Erkrankungen führen kann.
Hat man aber viel Energie in diesem Chakra, Sicherheit und Geborgenheit, ein Dach über dem Kopf und fühlt sich wohl in seinem Körper, dann ist der Energiefluss zum zweiten Chakra möglich.

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Sakral-Chakra

  • Organe: Darm
  • Nervengeflechte: Plexus hypogastricus superior, Plexus submucosus, Plexus myentericus usw.
  • Funktionen: Konsumation, Verdauung, Ausscheidung, aber auch die Bildung von Hormonen
  • Daoistische Bezeichnung: Unteres Dantien

Das zweite Chakra ist in der Nähe unseres Unterbauchs positioniert und nennt sich Sakral-Chakra. Ich nenne dieses Chakra das “Willens-Chakra”, da es aktiv wird, wenn wir viel Energie mobilisieren, um etwas zu erreichen. Wenn die sexuelle Energie aus dem ersten Chakra nach oben zu in das Sakral-Chakra fliessen kann, hat man keine Probleme damit mit voller Hingabe an etwas heranzugehen. Jedoch können Faktoren wie Selbstdruck das Sakral-Chakra negativ beeinflussen. Die Energie in diesem Zentrum ermöglicht Sinnlichkeit, Schöpferkraft, Lebensfreude und innere Fülle. Die Farbe dieses Chakra ist orange.
Die Produktion von körpereigenen Flüssigkeiten wie zum Beispiel Blut, Schweiss, Sperma, aber auch dem Glückshormon Serotonin werden durch dieses Chakra beeinflusst. Die Energie kann jedoch auch Sakral-Chakras blockiert sein. Eine solche Blockade kann bereits in frühen Kindesjahren entstehen, wenn zum Beispiel das Ausleben eigenen Bedürfnisse zu einem negativen Feedback aus der Umwelt geführt hat. Die entstandenen Unsicherheiten können dann zum Beispiel zur Unterdrückung gewisser Emotionen führen. Solche Traumata wirken sich auf dem Menschen sowohl auf psychischer wie auch auf körperlicher Ebene aus. Diese Störungen im Energiefluss führen dazu, dass man gegebenenfalls die Lebensfreude verliert, an chronischer Müdigkeit leidet und Angst hat mit seiner Umwelt zu interagieren, kann sich aber auch in sexueller Unlust oder Potenzstörungen zeigen.
Ob nun der Energiefluss im Sakral-Chakra in Ordnung ist oder nicht, fliesst aus ihm, wie auch aus dem Wurzel-Chakra viel Energie zum dritten Chakra, sobald wir in Gefahr sind oder vor einem Hindernis stehen.

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Solarplexus-Chakra

  • Organe: Niere, Nebenniere
  • Nervengeflechte: Solar Plexus, Celiac Plexus, Plexus mesentericus superior
  • Funktionen: Hormonproduktion

Das dritte Chakra nennt sich das Solarplexus-Chakra und befindet sich in der Nähe des Oberbauchs. Dieses Energiezentrum ist für die emotionale Ausgeglichenheit, den Selbstwert, Entscheidungsfähigkeit wie auch innere Unabhängigkeit zuständig. Die Farbe des Chakra ist gelb. Ist dieses Energiezentrum in Balance, so hat man ein gesundes Selbstwertgefühl und kennt seine eigenen Stärken und Schwächen. Selbstdisziplin ist für die jeweilige Person ebenfalls kein Problem und sie ist auch in der Lage über ihre eigenen Handlungen und Entscheidungen zu reflektieren. Die Energie in diesem Zentrum hilft die eigenen Ziele, trotz Hindernissen und Widerständen von Aussen, zu verwirklichen.
Das Solarplexus-Chakra kann dennoch durch einige Faktoren blockiert werden, was sich wiederum in psychischen und körperlichen Symptomen bemerkbar macht. Dieses Zentrum kann viel Energie zur Überwindung von physischen Hürden oder akuten Gefahren bereitstellen, wird aber durch langanhaltende Ängste geschwächt. Angst vor Kritik, Angst vor Liebesentzug oder Angst vor sozialer Ausgeschlossenheit. Diese Störfaktoren können dann zu Gefühlsschwankungen, Kontrollzwang oder Entscheidungsprobleme führen. Ist die Energie in diesem Zentrum blockiert, führt dies zu Ängsten, Überforderung, Verzweiflung oder Wut. Auf körperliche Ebene kann sich die Blockade durch Stoffwechsel- und Verdauungsprobleme zeigen. 
Fühlen wir uns aber unabhängig, frei und nicht bedroht, dann kann die Energie ungehindert in das 4. Chakra fliessen.

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Herzchakra

  • Organe: Herz
  • Nervengeflecht: Plexus cardiacus, Plexus pulmonalis
  • Funktionen: Blutversorgung
  • Daostische Bezeichnung: Mittleres Dantian

Das vierte Chakra, welches in der Herzmitte positioniert ist, nennt sich das Herzchakra. Die Farben dieses Chakras sind Grün und Rosa. Gefühle wie Hingabe, Mitgefühl, Güte Versöhnung, Frieden und Harmonie spielen für dieses Chakra eine sehr wichtige Rolle. Menschen mit einem geöffnetem Herzchakra empfinden normalerweise Liebe und Akzeptanz mit ihren Mitmenschen und ihrer restlichen Umwelt. Sie haben auch kein Problem damit ihren wichtigsten Mitmenschen in ihrer Umgebung Liebe zu zeigen und ihnen ihre Aufmerksamkeit zu schenken.
Wie jedes andere Chakra, kann auch das Herzchakra gestört werden. Ursachen hierfür sind traumatische Erfahrungen, die in Verbindung mit Verrat, Trauer, Liebeskummer, Scheidung oder Verlust stehen. Kontaktarmut durch Vorurteile, Angst oder fehlender Kommunikation sind oft die Folgen. Auf körperlicher Ebene kann sich eine Blockade in Form von Herzrhythmusstörungen oder Herzmuskelschwäche (es ist sogar wissenschaftlich belegt, dass ein “gebrochenes Herz” zu Herzmuskelschwäche führen kann) bemerkbar machen. 
Fliesst die Energie jedoch natürlich im Herzchakra, so entsteht das Bedürfnis anderen zu helfen und sich auch auszudrücken und das 5. Chakra wird aktiv.

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Hals-Chakra

  • Organe: Schilddrüse und Nebenschilddrüse
  • Nervengeflecht: Thyroid Plexus
  • Funktionen: Calciumspiegel, Stoffwechsel

Das fünfte Chakra, welches sich im Halsbereich befindet, nennt sich Hals-Chakra. Die Farben dieses Chakras sind Türkis und Hellblau. Zu den wichtigsten Themen gehört die Kreativität, Offenheit, das leichte Lernen, Freundlichkeit wie auch eine klare Kommunikation. Wer in der Vergangenheit immer wieder Probleme damit hatte sich selber auszudrücken, kann an einer Störung des Hals-Chakra leiden. Auf mentaler Ebene wirkt sich so eine Blockade dadurch aus, dass man unter Antriebsschwäche, Schüchternheit, Ideenlosigkeit oder auch Vergesslichkeit leidet. Auf körperlicher Ebene kann sich eine Störung in Form von Entzündungen im Halsbereich bemerkbar machen. 
Fliesst die Energie natürlich im Hals-Chakra, so können wir artikulieren, uns gekonnt ausdrücken und unsere Erkenntnisse teilen. Befinden wir uns in einem ausgeglichenen Zustand von Geben und Nehmen (Worte sind auch eine Form von Energie), dann können bewegt sich die Energie ungehindert in das 6. Chakra.

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Stirn-Chakra

  • Organ: Zirbeldrüse
  • Nervengeflecht: Pineal Plexus
  • Funktionen: Wahrnehmung und Verständnis der Realität
  • Daoistische Bezeichnung: Tian-Mu, Niwan

Das sechste Chakra, welches sich in der Stirnmitte befindet, nennt sich Stirn-Chakra. Die Farben dieses Chakras sind Blau und Indigo. Das Stirn-Chakra hat Einfluss auf Themen wie Weisheit, Erkenntnis, Vertrauen, Fantasie und Bewusstsein. Im Zentrum dieses Chakras steht das Wissen. Eine Blockade im Stirn-Chakra kann durch ein limitierendes Glaubenssystem ausgelöst werden. Auf mentaler Ebene macht sich so eine Blockade in Form von Unkonzentriertheit, psychischer Überbelastung, dem Gefühl der Bedeutungslosigkeit wie auch Verlustängsten bemerkbar. Auf körperlicher Ebene macht sich die Blockade vor allem in Form von ständigen Kopfschmerzen, Migräne wie auch Gedächtnisstörungen bemerkbar. Fliesst jedoch die Energie im Stirn-Chakra ungehindert dann können wir durch die Erhöhung der Energie in diesem Zentrum unsere Wahrnehmung verändern: Wir fangen an die Realität wahrzunehmen wie sie wirklich ist, erlangen ein tieferes Verständnis von Prozessen im Universum.

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Bemerkung am Rande: Das Auge des Horus scheint eine schematische Darstellung der Zirbeldrüse zu sein und steht im altägyptischen für intakt, vollständig, heil, gesund.

Sind Gesundheit, Ausgeglichenheit, Erkenntnis und dieses erhöhte Bewusstsein gegeben, so kann die Energie ungehindert in das 7. Chakra fliessen.

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Kronen-Chakra

  • Organ: Hypophyse
  • Nervengeflecht: Pituitary Plexus
  • Funktionen: Harmonie und Gleichgewicht in den anderen sechs Zentren
  • Daoistische Bezeichnung: Bai Hui

Das siebte und letzte Chakra ist das Kronen-Chakra. Dieses befindet sich am Scheitelpunkt – in der Mitte oben auf dem Kopf. Zu den Hauptthemen vom Kronen-Chakra gehören: Stille, der Sinn des Lebens, innerer Frieden, Spiritualität, innere Vollkommenheit und Harmonie. Menschen mit einem geöffneten Kronen-Chakra haben meistens ein erweitertes Bewusstsein und fühlen sich mit ihrer Umwelt stark verbunden.
Ein Energiemangel im Kronen-Chakra kann sich in allen vorhergegangen mentalen und körperlichen Beschwerden manifestieren, denn dieses Energiezentrum balanciert die Energie der anderen sechs Zentren aus.

Das achte Chakra

Über dem Kopf ausserhalb des Körpers befindet sich ein weiteres Energiezentrum. In der altägyptischen Mythologie wurde dieses KA genannt und steht für die seelische Energie, die den physischen Körper des Menschen überdauert. Im Xiuzhen tu, einer der bekanntesten Darstellungen des menschlichen Energiesystems im Daoismus, ist das Zentrum oberhalb des Kopfes als Kreis oder Rad, also gleich einem Chakra, dargestellt. Die Karte spricht vom oberen Dantien (Zinnoberfeld), welches für den “verwirklichten Menschen” mit der ursprünglichen Bestimmung (Yuanming zhenren) steht. In anderen Worten: Fliesst die gesamte Energie in dieses Chakra, erreicht man den Zustand oder die Form des Menschen, welcher er vor der Geburt des Kosmos hatte – sprich, Bewusstsein in Form von reiner Energie.

Chakras und die Meditation

Wir wissen nun, dass wir 7 Chakren, sprich kleine Energiezentren in unserem Körper haben, welche autonom, also unabhängig von unserem bewussten Geist viele Aufgaben in unserem Leben übernehmen. Diese Energiezentren können jedoch durch Traumata, Erfahrungen oder andere negative Einflüsse aus unserer Umwelt aus dem Gleichgewicht geraten. Die Energie kann nicht mehr natürlich von unten nach oben durch die einzelnen Energiezentren fliessen und ist irgendwo blockiert, was zu einem weiteren Ungleichgewicht führt. Dies kann physische wie auch psychische Folgen haben.

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Während die unteren Chakren für die Energiebereitstellung für Prozesse zur Sicherstellung unserer physiologischen Grundbedürfnisse, Sicherheit und körperlicher Unversehrtheit zuständig sind, und die Energie dann in die mittleren Chakren, die für Zuwendung, Liebe, Aberkennung, Wertschätzung bis hin zur Selbstverwirklichung zuständig sind, so haben wir dennoch noch drei weitere Chakren, die über die Bedürfnispyramide von Maslow und somit über die Triebe der Menschen hinausgehen. Ich nenne diese die transzendentalen Zentren, welche einen Zustand anstreben, der über dem liegt, was in unserer “tierischen” Natur liegt.

Das Stirn- und das Kronen-Chakra sind jedoch durch unseren Lebensstil chronisch energetisch unterversorgt. Aber genau da werden wichtige Botenstoffe zur Entspannung, für den gesunden Schlaf und die Regeneration produziert oder reguliert. So zum Beispiel wird das Schlafhormon Melatonin in der Zirbeldrüse gebildet. Also ist es doch absolut sinnvoll, diese oberen Energiezentren mit Energie zu versorgen.

Wenn wir aber gestresst sind, so senden wir unbewusst genau diese Signale auch an all die kleinen Zentren – welche darauf versuchen zu reagieren, indem sie z.B. die Verdauung oder das Immunsystem “abstellen”, um mehr Energie für den Kampf oder die Flucht bereitzustellen, andere Schütten Hormone aus, um den Puls zu erhöhen und die Pupillen auszuweiten. Das war alles sinnvoll, als wir noch in Höhlen lebten und von gefährlichen Wölfen und Tigern umgeben waren. Da wir aber nicht mehr die Stressoren haben, für welche diese Reaktionen mal sinnvoll waren, und daher meist nicht vor einer E-Mail davonrennen oder den Chef angreifen dürfen, so gerät das ganze System aus dem Gleichgewicht.

Um diese Probleme zu lösen, müssten wir diese autonomen Prozesse umprogrammieren. Dafür müssen wir jedoch eine gewisse Kontrolle über das autonome Nervensystem erlangen. Aber: Hast Du schon mal versucht, Deinen Atem anzuhalten? Das ist kein Problem, obschon der Atem eigentlich auch noch autonom geregelt wird. Aber hast Du mal versucht Deinen Herzschlag anzuhalten? Zum Glück wird Dir das auch nicht gelingen, denn die Kontrolle des autonomen Nervensystems erlangen wir nur teilweise und in kleinen Schritten über einen Weg: Meditation! Mit Meditation kannst Du nach und nach Deine Gehirnwellen verlangsamen, Deine Wahrnehmung erweitern, damit überhaupt eine Kommunikation mit Deinem autonomen Nervensystem möglich ist. Du wirst aber dann fähig sein, auf dieses System bewusst Einfluss zu nehmen, Ungleichgewichte zu beheben und den Energiefluss wieder herzustellen, damit auch Deine oberen Energiezentren aktiv sein können. Man kann auch sagen: Du lernst Deine Chakren ins Gleichgewicht zu bringen und im Gleichgewicht zu halten. Und das ist erst der Anfang eines Abenteuers, welches Dich transformieren wird.

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